Ein NaturRefugium Haus ensteht: 3. Teil: Die Bodenplatte des Hauses

Die Bodenplatte des Hauses

 

Wenn alle Bodenpfähle gegossen sind, kann man die Wasser-,  Abwasser- und Elektroinstallation im Boden bis hin zu den gewünschten Stellen verlegen. Um flexibel bei der Raumeinelung zu sein, kann man die Abwasserleitungen gleichmäßig verteilt an 2-4 Stellen mit Blinddeckeln recht nah an der Außenmauer verlegen. Außerhalb des Hauses brauchen wir für Wasserleitungen Frosttliefe, unter dem Haus können sie höher liegen.

 

Schon wenige Tage nach dem Gießen der Bodenpfähle kann die Bodenplatte darauf verschraubt werden, auch wenn der Beton noch nicht voll ausgehärtet ist; die Belastung ist anfangs sehr gering. Der Schatten der Bodenplatte hilft zugleich der Beton gleichmäßig reifen zu lassen.

 

Die Lagerbalken

Sie liegen parallel nebeneinander auf den Fundamentsäulen, wobei eine Bitumendichtbahn sie vor aufsteigender Feuchtigkeit schützt.Spezialschrauben verbinden sie mit den Eichenholzdübeln in den Säulen.

 

Der Unterboden

Auf die Lagerbalken werden stabiler Rauhspund oder Schalbretter verschraubt, Sie dienen allein dazu, die Dämmschüttung zu halten. Darauf kommt eventuell eine Bahn Rieselschutz.

 

Die Sparren

Die Sparren tragen den Fußboden und die Last der Personen und Möbel. Sie werden im rechten Winkel mit den Lagerbalken verschraubt.

 

Die Dämmschüttung

Das kann sein

  • Perlit
  • Blähtonkugeln
  • Hackschnitzel
  • Geeignete Mischung aus Sägespänen, Hobelspänen und Holzresten

Jede Füllung hat ihre Besonderheiten und muss auch gesondert betrachtet werden. Sägespäne sind eindeutig die günstigste Füllung. Perlit ist am leichtesten und hat den besten Dämmwert. Perlit kann auch nicht von Mäusen bewohnt werden. Hackschnitzel und Sägespäne haben eine etwas geringere Dämmwirkung, dafür aber besseres Wärme-Speichervermögen.

 

Diese Mischung wird zwischen die Sparren eingebracht und abgezogen.

 

In gemäßigten Gegenden oder bei einem knappen Budget kann man die Dämmschüttung weglassen.

 

Die Thermoreflex-Membran

Das sind viele Schichten von reflektierenden Luftpolsterfolien, ca. 3cm dick, die dieselbe Dämmwirkung wie mehr als 20 cm Mineralwolle haben. Die Membram kann dicht oder dampfdurchlässig verlegt werden. letzteres vor allem bei Hackschnitzeln zu empfehlen, da die relativ feucht sind. Aber auch bei einem Wasserrohrbruch ist eine nach unten offene Menbran hilfreich für eine schnelle Austrocknung.

 

Mit den Sparren wird nun eine Lage von Hobeldielen unsichbar verschraubt, Sie dienen zugleich als zukünftiger Fußboden. Sie können aber auch mit Teppich oder Fliesen belegt werden.

 

Sofort danach wird die gesamte Fläche der Bodenplatte mit Folie gegen Regen und Feuchtigkeit von oben abgedeckt. Die Folie wird erst nach Errichtung der Wände und es Daches entfernt. Als mechanischer Schutz kann man zusätzlich  eine Fläche von Trittschutz-Platten darauf verlegen.
Alle Materialien können von zwei Personen bewegt und verlegt werden. Die Bodenplatte ist in wenigen Tagen verlegt.

Ein NaturRefugium Haus entsteht. Teil 2. Das Fundament

Das Fundament für ein NaturRefugium Haus

 

Wenn wir wissen, wo genau das Haus stehen soll, wie groß es ist, und wie es aufgeteilt ist, dann können wir beginnen, es mit der Erde zu verwurzeln. Wir tun das mit BETON! Aber nur mit ganz wenig – und der kann im Bedarfsfall schnell entfernt werden.

 

Wird für eine Fundamentplatte der Boden 80 cm tief ausgehoben und mit Schotter und Beton verfüllt, dann bedeutet das pro m² ca 2 Tonnen Material. Bei Unserer Methode brauchen wir für 4m² ca 50 Liter Beton, das sind ca 120 kg, pro m² also 30 kg.

 

Weil unsere Häuser sehr leicht sind, stellen wir sie auf einfache, schlanke Punktfundamente, die bis unter die Frostgrenze gehen. Das ist so ca 80 cm tief.

 

Dazu bohren wir mit einem handgeführten Erdbohrer in einem Abstand von z.b. 2m x 2m Löcher von 10-25cm Durchmesser. Diese werden mit einfachem Recycling-Beton aufgefüllt, in dessen Mitte ein Baustahlstab zur Versteifung steht. An diesem Stab kann man dann auch einfach die Betonsäulen, wieder aus der Erde herausziehen, falls man sie nicht mehr benötigt – auch nach Hunderten von Jahren.

 

Mit einer Rohr-Verlängerung gießt man die Säulen so hoch, dass sie alle auf der gleichen Ebene Enden. Am oberen Ende wird ein keilförmiger Eichenholz-Dübel eingegossen, mit dem die Balken der Bodenplatte verschraubt werden können.

 

Schon ist das Fundament fertig. Und es hat gewaltige Vorteile:

  • Es kann mit nur 2 Personen in wenigen Tagen errichtet werden. Die größten Maschinen sind ein Mörtelmischer und ein Erdbohrer. Und ein PKW-Anhänger für das Material. Es werden schwere Baumaschinen benötigt und  große Mengen von Schotter und Beton, sowie gewaltige Erdbewegungen eingespart.
  • Der Eingriff in die Natur ist sehr gering – und wer will, der kann unter dem Haus tummeln und wachsen lassen, was er will.
  • Es ist auch möglich, einen Kriechkeller unter dem Haus einzurichten, für Dinge, die man da lagen möchte.. Oder man macht sich Bodenluken für Geheimverstecke darunter – wer hätte da nicht Lust darauf?
  • Wenn es Installation zu verlegen gibt, dann kommt man sehr schnell von unten ran.
  • Unter dem Haus kann man auch die Luft für Klima-Wärmetauscher ansaugen lassen – und das ist im Winter immer wärmer und im Sommer immer kühler als die Außenluft. Da kann man nochmals fast die Hälfte an Energie sparen.
  • Durch die Verschraubung der Lagebalken mit den Fundamentsäulen gibt es nicht nur eine druckbeaufschlagbare Verbindung, sondern auch durch Wind und Wetter bedingte Zugkräfte können aufgenommen werden und das Haus sicher mit dem Boden verbinden.

 

Anmerkungen:

Recycling-Beton

Man kann natürlich preiswerten Estrich-Beton vom Baumarkt besorgen. Aber man kann auch vorhandenen Bauschutt mit einem sandigen Anteil verwenden und im Verhältnis von 12:1 mit reinem Zement mischen – was die Materialkosten auf fast ein Zehntel senkt.

 

Tragfähigkeit von Pfählen

Neben der reinen Auflagefläche der Beton-Pfähle kommt noch die Reibung der rauhen Seitenflächen der Pfähle hinzu, die die Tragfähigkeit erhöhen.

 

Alternatives Fundament

Für besondere Gebäude wie z.B. Erdhäuser kann man auch fertige dünne Betonplatten auf vorverdichtetem Boden verlegen, darauf liegen auf einer Feuchtigkeits-Trennschicht die Lagerbalken des Bodens.

 

Als Fundamente in sumpfigem Boden können auch lange Holzpfähle verwendet werden, die man einschlägt. Sie müssen ständig unter dem Wasserspiegel liegen, damit sie nicht vermodern.

 

Ein Natur Refugium Haus entsteht – 1. Das Grundstück

Nach vielen Anfragen, wie ein NaturrefugiumHaus gebaut wird, kommt nun eine Serie, die von der Auswahl des Grundstücks bis hin zum Einzug jeden Schritt ausführlich beschreibt. Diese Einführung erklärt auch, warum dieses Bauen einfacher, preiswerter, menschengerechter und langlebiger ist als konventionelles Bauen.
Das Grundstück

 

Oft wird ein Haus mit einer ganz bestimmten Vorstellung gebaut ohne daran zu denken, wie die Umgebung dazupasst. Das führt dazu, dass jeder auf seinem Grundstück etwas entstehen lässt, was keine Ganzheit mit der Umgebung beinhaltet. Und oft schirmt man sich dann durch Hecken, Mauern und Sichtschutzzäune ab.

 

Die Grundlagen für ein Bauen und Wohnen, das Menschen zufrieden stellt, ist Ganzheit. Über Ganzheit oder Ganzheitlichkeit wird viel geredet. Aber was bedeutet es für ein Haus?

 

Vereinfacht gesagt, es soll zu allem passen, was dazugehört. Zum Bewohner (auch den zukünftigen), zum Grundstück und der Umgebung, also zu den Häusern herum, zur Bautradition, zum Gesamtbild und vieles mehr. Aber keine Angst, es geht nicht darum historischen Kitsch hinzustellen – es muss einfach das Gesamtbild stimmen – und da können auch moderne Elemente dazupassen.

 

Oft wird bei einem Gebäude in einem Bebauungsgebiet nicht an Natur gedacht. Aber es ist immer was von der Natur vorhanden – und wenn wir ein Grundstück der Naturüberlassen, wird sie es sich zurückholen. Was liegt da näher, nicht den Kampf mit der Natur aufzunehmen, sondern sich auf sie einzulassen?

 

Die Mehrzahl der Menschen finden den Aufenthalt in der Natur als wohltuend – nur wohnen sie meist dort wo das Verhältnis zu ihr tief gestört ist. Wir von Natur Refugium versuchen dabei Low Impact zu bauen – also mit möglichst wenig Eingriff und beim Bauen die ähnliche Muster anzuwenden, die man auch in der Natur findet. Der Architekt Christopher Alexander spricht davon, beim Bauen das Land zu reparieren oder heilen. Das ist nötig, um langfristig zufrieden wohnen und leben zu können.

 

Auch im Inneren einer Großstadt mit dichter Bebauung kann man das tun. Sogar dort, wo fast nichts mehr vom Boden oder der Natur zu sehen ist, kann man das tun. Man muss nur wissen, wie das geht.

 

Wer ein Grundstück hat und bauen oder kaufen möchte, der sollte dort eine Zeit zubringen, und vielleicht sogar ein Haus auf dem Gelände abstecken, um ein Gefühl für die Größenverhältnisse seines Hauses und die Anordnung der Zimmer zu bekommen.

 

Wenn möglich, dann sollte das Haus an der Nordseite stehen und nach Süden ausgerichtet sein. Gibt es schöne Stellen auf den Grundstück, dann sollte das Haus nicht dort gebaut werden, sondern an nicht so schönen Orten.

 

Wer Interesse hat, der kann bei uns Anleitung erhalten, wie man ein Haus auf einem Grundstück richtig plant. Wenn der Kunde seine Vorstellungen und einen groben Plan hat, können wir einen ersten Entwurf zeichnen.
Aber auch während des Bauens können unsere Häuser immer noch modifiziert und angepasst werden.

Warum Architektur und Wohndesign unser Wohlbefinden beeinflussen.

 

Warum Architektur und Wohndesign unser Wohlbefinden beeinflussen.

 

Die uns umgebende Natur und oft auch menschengemachte Dinge haben Eigenschaften, die und sowohl geprägt haben als uns auch gut tun.

 

Ein wichtiger Aspekt ist zum Beispiel der optische Übergang von einer Fläche auf eine andere. Die Natur ist nicht im gleichgroße Flächen unterteilt, sondern in Übergänge, die vielleicht 2 bis 4 mal so groß sind wie die benachbarten.

 

Man denke an die unterschiedlich breiten und großen Gräser und Blumen auf einer Wiese, oder die Blätter und Nadeln und Zweige und Äste und Stämme und Baumkronen und Flecken des Himmels mit unterschiedlich großen Wolkenfetzen in einem Wald.

 

Oder an eine Landschaft mit Äcker und deren Furchen, mit Hecken und Wiesen und Bächen und Weihern und Hügeln und Wäldern. Alles ist unterschiedlich, aber nirgendwo sind extreme Sprünge der Größe vorhanden. Sogar ein Fels, der in den Himmel ragt, hat viele kleine unregelmäßige Risse, Löcher und Schattierungen.

 

Das alles finden wir schön und beruhigend und entspannend.

 

Und nun kommt ein Architekt und knallt ein kühnes Gebäude mit großen, klaren einfarbigen Flächen und Glasfronten hinein.  Auf den ersten Blick finden manche das großartig und kühn und modern.

 

Oder auch anders gesagt, ein Bauherr sucht nach einem Ort mit einer wunderbaren Landschaft, die er so schön und wohltuend findet. Und damit er möglichst viel von dieser Natur mitbekommt, baut er ein modernes Haus hinein, mit großen Fensterflächen.

 

Innen ist das Haus großzügig und schlicht, mit vielen großen einfarbigen Flächen und glatten Möbeln. Der Ausblick ist schön, doch völlig anders. Für die Besucher ist diese Haus und sein Ausblick beeindruckend. Doch den Bewohner tut das Haus auf die Länge der Zeit nicht gut, nehme ich an. Die Landschaft in den Fenstern wird irgendwann zur Tapete und der Reiz des Neuen und Kühnen ist verschwunden.

 

Und in der Landschaft steht ein Haus, das irgendwie nicht hineinpasst. Es fällt auf, stört aber auch. Und es wird im Laufe der Zeit nicht besser. Es nimmt keine Patina an, die es im Laufe der Zeit noch interessanter macht. Die großen Flächen verschmutzen und veralgen. Irgendwann braucht es einen großen Aufwand, um es wieder in den Urzustand zu versetzen.

 

Man denke nur an die Bungalows und Zweckgebäude der 70er Jahre, die jetzt alt geworden sind und oft zum Sanierungs- oder Abrissfall.

 

Hier eine kleine Aufgabe, um diesen Unterschied zu erkennen: Bitte mal “alte Häuser” und  “moderne Häuser” googeln und jeweils auf “weitere Bilder” klicken. Der  Unterschied ist umwerfend. Die modernen Häuser knallen ins Bild. Mir tun sie fast ind den Augen weh. Die alten Häuser, auch wenn sie Altersspuren haben, sind irgendwie schön und passen in die Umgebung.

 

Sie haben diese passenden Übergänge von Kleinen zum Großen, aber auch noch viele andere Aspekte, die den modernen Häusern fehlen. Der Architekt Alexander Christopher spricht von 15 solcher Aspekte.

http://www.livingneighborhoods.org/ht-0/fifteen.htm

Auch wer Englisch nicht gut lesen kann – die Bilder zeigen, worum es geht.

 

Irgendwas ist schief gegangen mit der Architektur der Moderne. Es ist die Ganzheit verloren gegangen. Man nimmt sich ein Grundstück, macht es platt und glatt, und stellt das hinein, das man persönlich oder weil es in ist, möchte. Auf Zusammenhang mit der Umgebung wird kaum geachtet.

 

Drum herum wird in das Gelände gestellt, was die Baumärkte grade so anbieten. Fenster mit kleinen Glasflächen weichen großen, die oft unsymmetrisch und unproportioniert in den Wänden stehen. Alte, unregelmäßige Putze werden durch glatte mit knalligen Farben ersetzt. Und damit sie nicht veralgen und verschmutzen kommt noch ein bisschen Chemie und Gift hinein.

 

Und innen wird es nicht besser. Die Häuser sind oft so gebaut, wie es die Möbelindustrie vorschreibt. Bei alten Häusern werden oft sogar Fenster zugemauert, damit die Schrankwand im postmodernen Bochumer Barock hineinpasst.

 

Die meisten Menschen finden alte Häuser schön, finden aber tausend Gründe, sie hässlicher und unharmonischer zu machen – oder welche zu bauen, die weder zu den Bewohnern noch in die Umgebung passen.

 

Wir von NaturRefugium möchten das ändern und jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, ein Haus zu bewohnen, das zu ihm und in das große Bild passt. Und dazu gehört auch, dass er es sich leisten kann.

Keine Lust auf Schriftliches und Büro-Arbeit?

Keine Lust auf Schriftliches und Büro-Arbeit?

Auch dafür gibt es ein Wohnglück-Muster.

 

Lange Zeit hatte ich furchtbare Probleme, die schriftlichen und organisatorischen Aufgaben im Haus zumachen. Die zu erledigenden Dinge stapelten sich auf meinen Schreibtisch und dazu kam dann noch das was sich bei Suchaktionen ablagerte. Es kostete wirklich Überwindung, dort hinzugehen und etwas zu arbeiten. Und eine mehrstündige Aufräumaktion, bis man loslegen konnte.

 

Bei der Beschäftigung mit Wohnglück-Mustern dämmerte es mir langsam, dass es vielleicht auch an der Art des Arbeitsplatzes liegen könnte. Hier einige Grundsätze für einen Schreib-Arbeitsplatz:

  • Man arbeitet nicht gerne alleine.
  • Der Arbeitsplatz soll harmonisch und einladend sein.
  • Das, was nötig ist, soll schnell zugänglich sein und schnell aufzuräumen.
  • Der Kontakt und der Informationsfluss für die Familie soll einfach und schnell sein.

 

Meine Kinder machen auch gerne in der Wohnküche ihre Schularbeiten, lieber als in ihren Zimmern.

Nun hatte ich ja schon das Muster Fensterplatz in unserer Wohnküche verwirklicht. Wie wäre es, wenn ich dort auch das Schriftliche erledige? Nun, zuerst gab es einige Widerstände in der Familie, aber als die Gründe dafür erklärt wurden, konnte ich damit beginnen.

 

  • Der Fensterplatz war ein Tischchen, das direkt am Fensterbrett anschloss, ca. 50 cm tief.
  • Durch ein Sprossenfenster hatte ich durch die Ranken des Weinstocks (gefiltertes Licht) einen Ausblick in den Garten mit Pergola und Bach, Berg und Teich, Büschen und Buchsbäumen.
  • Links davon war ein großes Aquarium als Raumteiler. Zusammen mit einem Bonsai-Bäumchen auf dem Fensterbrett habe ich auch nachts etwas Natur um mich herum.
  • Am Tisch haben zwei Menschen Platz. Nicht viel, aber man kann hier wunderbar die Köpfe zusammenstecken, wenn andere es nicht so mitbekommen sollen.
  • Wichtig ist es, den Tisch immer wieder schnell leer zu bekommen. Dazu verwende ich einen Hocker als Ablage, ein Kästchen für Kleinkram und Stifte, sowie Hägeordner in Boxen, die man auf den Boden oder in Regale stellen kann und auf die man schnell zugreifen kann.
  • Ich werde auch noch eine Ablage unter dem Tisch anbringen, wie man sie von Schulbänken kennt. Dann kann man schnell das auf dem Tisch liegende mit einem Griff verschwinden lassen, wenn es nötig ist. So eine Ablage sollte an keinem Tisch fehlen.
  • Als Computer dient ein schlankes Chromebook, das extrem schnell weg- und wieder hergeräumt werden kann. Trotz einiger Bedenken gegenüber Google hat es soviel Vorteile, dass ich mal getrennt davon berichten werde.
  • Hinter mir steht eine Bananenpflanze, so dass nicht jemand hinter dem Sitzenden stehen kann, was für viele Menschen bei Büroarbeit unangenehm ist.
  • Und dann braucht man noch einige Regeln, wie der Fensterplatz benutzt wird.

 

Und es funktioniert wirklich. Ich sitze leicht abgeschirmt am Fenster und bin doch den Menschen, die hier kochen und essen und reden nahe. Wenn es Fragen oder Informationen zu wechseln gibt, dann kann man sie schnell austauschen. Da die Post sowieso in der Wohnküche landet, kann sie gleich hier in die Hängeordner eingeordnet werden. Es gibt welche für Bearbeiten, Einordnen, Schreibpapier, Umschläge, Tagespläne usw. So ist der Tisch fast immer leer und man kommt schnell an die Nötigen Papiere heran.

 

Zusammen mit einem einfachen Zeitplansystem, das ich mal gesondert vorstellen werde, arbeite ich hier wirklich gerne. Mein alter Arbeitsplatz im Bürozimmer war abschreckend, der neue ist anziehend.

 

Ich baue so Stück für Stück die alten Schreibarbeiten ab. Und erledige vieles Neue einfach nebenher. Es beginnt Spaß zu machen.

 

Man sollte in einer Bauern- oder Wohnküche, zumindest bei einer größeren Familie, wirklich mehrere Plätze einrichten, an denen man sich hinsetzen und etwas zurückziehen kann. Oder eine Kuschel-Ecke. Und dann gibt es noch den zentralen Tisch für alle. Das geht auch in kleineren Räumen, wenn man die Möbel selbst anpasst.

 

Fenster

Wie sollen Fenster gestaltet sein, damit sich Menschen im Haus wohlfühlen?

Fenster bis zum Boden?

In Wohn-und Bauzeitschriften und in Filmen sieht man immer wieder diese Häuser mit den großen Fensterflächen,die soviel Kontakt mit der Natur und der Außenwelt versprechen. Als ich in der Praxis solche Fenster einbaute, merkte ich dass sie gar nicht so genutzt wurden, wie man sich das immer so vorstellt. Die großen Fenster wurden meist mit recht dichten Vorhängen verhängt, die auch tagsüber zublieben.

Man präsntiert sich doch nicht so gerne der öffentlichkeit, wie man das in den Magazinen und Filmen sieht. Es ist auch nicht mehr das Konzept der hellen, aber fast undurchsichtigen Store-Vorhänge bekannt – und vielleicht scheut man als Mieter das Investment dafür.

Menschen leben nicht gerne hinter großen Glasscheiben. Fenster sollen Licht hereinlassen, aber das Haus soll auch Geborgenheit bieten. Wie fühlt man sich hinter Fenstern wohl?

Gefiltertes Licht

Viele kleinteilige Fenstersprossen, Pflanzenranken, japanische Reispapierwände mit Sprossen zum Vorschieben, Regale vor den Fenstern, helle (Store-)Vorhänge, die sich schell auf-und zuziehen lassen.

Fenster mit der richtigen Brüstungshöhe.

  • Bodentief für Bereiche, die einen Übergang ins Freie zulassen, zum Beispielvom Wohnbereich auf die Terasse, jedoch nicht zu breit und mit gefiltertem Licht.
  • Brüstung auf Sitzhöhe, wenn innen eine Fensterbank direkt ans Fenster grenzt. Das aber auch nur in einem recht öffentlichen Bereich und nicht an zu vielen Stellen im Haus. Diese Höhe nur dort, wo man so geshen werden will.
  • Brüstung auf Ellenbogenhöhe, wenn man sitzt. Diese Fensterhöhe ist für Fensterplätze gedacht, an denen man mit anderen zusammensitzt und hinausschaut, oder an Schreib- und Arbeitsplätzen die ins Fensterbrett übergehen.
  • Brüstungen, auf Arbeitsflächen-Höhen wenn man steht. Wunderschön ist es z.B. in einer Küche oder Werkstatt zu arbeiten, wenn die Arbeitflächen ins Freie hinausgehen. Das ist wesentlich besser, als mit einem Brett vor dem Kopf – also den üblichen Hängeschränken der modernen Einbauküchen.
  • Brüstungen auf Schulterhöhe, in Zimmern in denen man sich freizügig bewegen will ohne dass viel von einem gesehen werden soll. Also für Bäder, WC, Schlafzimmer und Umkleide. Aber man sollte es sich genau überlegen, ob man doch nicht den unteren Teil der Fenster blickdicht gestaltet und normale Fensterhöhen nimmt.
  • Lichtbänder direkt unter der Decke können eine möglichkeit sein, wenn man Licht braucht und viel Stellraum. Trotz alledem sollten auch normale Fenster vorhanden sein, denn ohne Blickkontakt nach draußen wirken die Lichtbänder nicht anders als eine Art Beleuchtung – trotz des vielen Lichts ist das Zimmer fensterlos und unpersönlich.

Wer irgendwelche Zweifel hat, der sollte die fester so niedrig wählen, das man im Sitzenbequem die Ellenbogen aufstützen kann.

Noch etwas ist wichtig: Fenster, die sich weit öffnen lassen. Einfach mal da sitzen oder stehen, und die Luft und die Natur hereinlassen. Also Fenster mit kleinen Flügeln, die sich am Besten nach außen öffnen lassen.

Wenn Du ein Haus planst, überlege dir auch Fenster an zwei Seiten eines Zimmers zu setzen, außer die Zimmer sind weniger als 3 Meter tief.

Immer wieder sieht man, dass an alten Häusern Fester zugemauert werden, um mehr Stellfläche für Schränke oder ähnliches zu bekommen. Wer vor der Frage: Fenster oder Schrank? steht, der sollte Fenster nehmen. Stauraum bekommt man durch Einbauwände, Regale um die Fester herum oder dicke Wände mit Staumöglichkeiten darin.

Auch bei dichter Bebauung solltest Du nicht auf viel Fenster verzichten – es gibt viel Möglichkeiten, den Einblick zu filtern und das Draußen attraktiv zu gestalten.