Fenster

Wie sollen Fenster gestaltet sein, damit sich Menschen im Haus wohlfühlen?

Fenster bis zum Boden?

In Wohn-und Bauzeitschriften und in Filmen sieht man immer wieder diese Häuser mit den großen Fensterflächen,die soviel Kontakt mit der Natur und der Außenwelt versprechen. Als ich in der Praxis solche Fenster einbaute, merkte ich dass sie gar nicht so genutzt wurden, wie man sich das immer so vorstellt. Die großen Fenster wurden meist mit recht dichten Vorhängen verhängt, die auch tagsüber zublieben.

Man präsntiert sich doch nicht so gerne der öffentlichkeit, wie man das in den Magazinen und Filmen sieht. Es ist auch nicht mehr das Konzept der hellen, aber fast undurchsichtigen Store-Vorhänge bekannt – und vielleicht scheut man als Mieter das Investment dafür.

Menschen leben nicht gerne hinter großen Glasscheiben. Fenster sollen Licht hereinlassen, aber das Haus soll auch Geborgenheit bieten. Wie fühlt man sich hinter Fenstern wohl?

Gefiltertes Licht

Viele kleinteilige Fenstersprossen, Pflanzenranken, japanische Reispapierwände mit Sprossen zum Vorschieben, Regale vor den Fenstern, helle (Store-)Vorhänge, die sich schell auf-und zuziehen lassen.

Fenster mit der richtigen Brüstungshöhe.

  • Bodentief für Bereiche, die einen Übergang ins Freie zulassen, zum Beispielvom Wohnbereich auf die Terasse, jedoch nicht zu breit und mit gefiltertem Licht.
  • Brüstung auf Sitzhöhe, wenn innen eine Fensterbank direkt ans Fenster grenzt. Das aber auch nur in einem recht öffentlichen Bereich und nicht an zu vielen Stellen im Haus. Diese Höhe nur dort, wo man so geshen werden will.
  • Brüstung auf Ellenbogenhöhe, wenn man sitzt. Diese Fensterhöhe ist für Fensterplätze gedacht, an denen man mit anderen zusammensitzt und hinausschaut, oder an Schreib- und Arbeitsplätzen die ins Fensterbrett übergehen.
  • Brüstungen, auf Arbeitsflächen-Höhen wenn man steht. Wunderschön ist es z.B. in einer Küche oder Werkstatt zu arbeiten, wenn die Arbeitflächen ins Freie hinausgehen. Das ist wesentlich besser, als mit einem Brett vor dem Kopf – also den üblichen Hängeschränken der modernen Einbauküchen.
  • Brüstungen auf Schulterhöhe, in Zimmern in denen man sich freizügig bewegen will ohne dass viel von einem gesehen werden soll. Also für Bäder, WC, Schlafzimmer und Umkleide. Aber man sollte es sich genau überlegen, ob man doch nicht den unteren Teil der Fenster blickdicht gestaltet und normale Fensterhöhen nimmt.
  • Lichtbänder direkt unter der Decke können eine möglichkeit sein, wenn man Licht braucht und viel Stellraum. Trotz alledem sollten auch normale Fenster vorhanden sein, denn ohne Blickkontakt nach draußen wirken die Lichtbänder nicht anders als eine Art Beleuchtung – trotz des vielen Lichts ist das Zimmer fensterlos und unpersönlich.

Wer irgendwelche Zweifel hat, der sollte die fester so niedrig wählen, das man im Sitzenbequem die Ellenbogen aufstützen kann.

Noch etwas ist wichtig: Fenster, die sich weit öffnen lassen. Einfach mal da sitzen oder stehen, und die Luft und die Natur hereinlassen. Also Fenster mit kleinen Flügeln, die sich am Besten nach außen öffnen lassen.

Wenn Du ein Haus planst, überlege dir auch Fenster an zwei Seiten eines Zimmers zu setzen, außer die Zimmer sind weniger als 3 Meter tief.

Immer wieder sieht man, dass an alten Häusern Fester zugemauert werden, um mehr Stellfläche für Schränke oder ähnliches zu bekommen. Wer vor der Frage: Fenster oder Schrank? steht, der sollte Fenster nehmen. Stauraum bekommt man durch Einbauwände, Regale um die Fester herum oder dicke Wände mit Staumöglichkeiten darin.

Auch bei dichter Bebauung solltest Du nicht auf viel Fenster verzichten – es gibt viel Möglichkeiten, den Einblick zu filtern und das Draußen attraktiv zu gestalten.

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Hobbit-Häuser?

Liebe Leute,

 

wir haben eine bedeutende Sache herauszufinden. Wie sieht ein Hobbit-Haus aus? Oder: Was macht ein Hobbit-Haus aus?

 

Manche haben Bilder vor Augen: Die Hobbit-Höhlen aus dem Film. Oder die Lehmhäuser von Simon Dale und Co. Die Beschreibung der Hobbit-Häuser in den Büchern Der Herr der Ringe und Der kleine Hobbit beschränken sich auch wenigen Zeilen von R.R.Tolkien.

 

Viele Leute geraten ins Schwärmen wenn sie die Hobbithäuser in den Filmen sehen. Es gibt auch einige Menschen, die versucht haben, ein Hobbit-Haus zu bauen – mehr oder weniger gelungen. Der Begriff Hobbit-Häuser ist anscheinend durch Copyright geschützt. Aber ich versuche mal, ein Hobbit-Haus zu charakterisieren. Was ist der Charakter, was sind seine Eigenschaften.

 

Hobbit-Philosophie

Laut Tolkien gleicht das Auenland, in dem die Hobbits wohnen, einer englischen Grafschaft vor der industriellen Revolution. Beschaulich, landwirtschaftlich geprägt, ökologisch ausgewogen, bescheidene Leute, und die Häuser in die Natur eingebettet. Das ist ein weiter Begriff, aber hieran kann man sich besser orientieren als an exakte Kopien der Film-Hobbit-Häuser. Man kann diese Häuser kopieren und dabei die komplette Philosophie über den Haufen schmeißen.

 

Erdhäuser

Die meisten Hobbits bauten ihre Häuser in die Erde, aber nicht alle. Frodo wohnte vor seinem Aufbruch in einem oberirdisch gebautem Hobbit-Haus.

 

Low-Impact-Häuser

Hobbit-Häuser passen sich an die Natur an oder nehmen ihr fast gar nicht weg. Sie bestehen aus Naturmaterialien und sind somit auch recycelbar.

 

Lange, schmale Häuser

Die Hobbithäuser winden sich am Rand eines Hügels entlang, um Licht für alle Fenster zu bekommen. Schmale Häuser sind auch ein Wohnglück-Prinzip.

 

Viele Zimmer

Die eigenbrötlerische Art der Hobbits braucht viele Zimmer, auch für Gäste. Es ist nicht unbedingt die offene Art des Wohnens, wie es heute üblich ist. Aber größere Hobbit-Häuser haben eine Eingangshalle und ein großes Speisezimmer.

 

Runde Eingangstür

Die Eingangstür ist rund mit einem Knopf in der Mitte. Das ist zugegebnermaßen etwas schwierig zu bauen und hat wenig Platz für Fensterfläche. Und sie ist genauso breit wie hoch.

Eine gute Lösung wären länglich-rundlich geformte Türen, z.B. als Schiebtüren, auch etwas niedriger, so dass man sich bücken muss, wenn man durch will.

 

Gewölbte Decken

So richtig rund wie in den Filmen kann man die Decken auch machen. Aber es geht auch einfacher, indem man die geraden Wände rund ausbaut. unten im Fußbereich ragen Schränkchen und Bänkchen weiter herein, ab der Hüfte gibt es nur noch schmale Regale, die ab Kopfhöhe und darüberhinaus wieder weiter in den Raum hineinragen und so eine Wölbung oder Tunnel andeuten. Das gibt eine Menge Stauraum und verhindert vielleicht, dass Hobbits zu Messies werden.

 

Unterschiedlich hohe Räume

gehören zu den stollenartigen Erdhäuser und sie gehören auch zu unseren Wohnglück-Prinzipien und sie machen Häuser lebendig.

 

Kleine Fensterscheiben und Sprossen

sie lassen die Landschaft draußen lebendig erscheinen, weil man nie allesauf einmal sieht.

 

Vielleicht haben wir jetzt eine bessere Idee wie man ein Hobbit-Haus bauen kann.

 

Hier einige Möglichkeiten

  • oberirdisch, langestreckt oder gewinkelt
  • als Erdhaus an einem Hang entlang
  • In der Ebene: man gräbt ein Gelände schüsselförmig aus, und baut kreisförmig am Rand der Schüssel ein oder mehrere Gebäude entlang, mit den Fenstern nach innen. Der Erd-Aushub wird an der Rückseite und auf das Dach der Häuser aufgebracht, so dass von außen nur ein Hügel zu sehen ist. Vielleicht spitzen auch einige Fensterhöhlen an der Rückseite des Hügels heraus.
  • dasselbe wie zuvor, aber nur als Halbkreis, der nach Süden offen ist. in die Mitte kann auch ein Teich eingeplant werden.

 

Mit den NaturHäusern von NaturRefugium lassen sich solche Ideen verwirklichen – und sie kosten trotz viel individueller Gestaltung nicht mehr als herkömmliche Häuser.

 

Wir haben mal versucht, herauszufinden was möglich ist und ein in Bayern verfahrensfreies Erdhaus mit 75m³ Brutto-Rauminhalt geplant. Herausgekommen ist ein Haus mit 7 Zimmern, einschließlich Eingangsbereich, 2 begehbaren Kleiderschränken und Badezimmer. Wen das Interessiert, der kann uns mal nach Plänen und Modellen fragen.

 

Auf der Website NaturRefugium.com finden sich weitere Anregungen dazu.

Wohnglück 7: Hohe Blumenbeete

Blumenbeete auf dem Boden haben mehrere Probleme: Man kann hineinlaufen, das Jäten ist schwierig, Gras und Unkraut kann hineinwachsen, Die Blüten sind weit weg.

Blumenbeete, die in erhöhten Mauerumfassungen wachsen, kommen dem Betrachter näher. Sie können eine Grundstücksgrenze markieren. Sie sind leichter zu pflegen. In trockenen Gegenden bekommen sie eine Abdichtung nach unten, so dass das Wasser nicht wegläuft und man nur wenig gießen muss.

Man kann auch dicke Mauern zum Draufsetzen mit Blumenbeeten erweitern – der Besucher sitzt dann in einem Blumenmeer zwischen Insekten und Vögeln. Sträucher und hohe Gewächse geben Sichtschutz oder zerstreuen den Blick – man sieht nicht alles auf einmal und entdeckt immer wieder neues dahinter.

Häuser die ganz anders sind

Immer wieder wird man von Bildern und Berichten von exotischen Natur-Häusern überrascht und findet sie schön. Doch oft sieht es aus, als wäre es eine Spielerei von Freaks, etwas was unpraktisch bis unbewohnbar ist, was nicht genehmigungsfähig ist oder nur von teuren Architekten verwirklicht werden kann – und für die normale Brieftasche unerreichbar ist.

Doch wir sind überzeugt, das gerade das möglich ist. Erschwinglich, langlebig, praktisch, komfortabel, wohngesund – und mit einem unverwechselbaren und individuellem Design. Dazu mit einem ganz anderen Lebensgefühl und vielen weiteren positiven Aspekten. Lass Dich heranführen und begeistern – willkommen im NaturRefugium.

Bilder gefällig? Bitte sehr!

Raus aus der Natur und wieder zurück…

Die Natur war nicht immer gut zu den Menschen. Um sich vor den negativen Auswirkungen zu schützen, hat der Mensch angefangen, Häuser zu bauen. Er hat sich sozusagen isoliert von der Natur.

Die heutigen Häuser sind mehr oder weniger Würfel aus industriell gefertigten Materialien, die so ziemlich alle Einflüsse der Natur auf die Menschen weghält. Das ist einerseits gut, aber auch manchmal auch schädlich.

Der Mensch möchte schon etwas von der Natur haben, aber oft gibt er sich nur mit Plastik-Furnier ab. Und manche besser Betuchte leiten sich – als Luxus – einige Echtholzmöbel. Doch geht auch mehr?

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