Ein NaturRefugium Haus entsteht. Teil 7: Die Innenwände

Innenwände

Die Innenwände eines NaturRefugium Hauses können flexibel eingebaut werden und auch immer wieder Umgestaltet werden. Frei im Raum gebaute Wände bestehen aus einem Decken- und einem Bodenstollen, (eine Art dicke Latte), die schalldämmend mit dem Boden verschraubt wird. Darauf wird eine Wändvertäfelung verschraubt, federnd aufgehängt und nur oben und unten (Decke und Boden) verschraubt. In den Innenraum kann eine zusätzliche Dämmmatte eingelegt werden. Auch Elektrokabel können hier eingelegt werden. Zum Schluss werden alle Ränder mit Leisten abgedeckt. Diese Deckleisten können auch Kabel und Leitungen aufnehmen, oder auch eine Fußleistenheizung.

 

Für die Vertäfelung gibt es verschiedene Materialien, die nach Bedarf auch schwerere Lasten aufnehmen können. Es können normale Vollholz-Türen oder auch Schiebetüren eingebaut werden. Letztere eignen sich vor allem, wenn man zwei Räume für größere Feste oder Besuch miteinander verbinden will.

 

Wer schwere, wärmespeichernde und schalldämmende Innenwände möchte, dem empfehlen wir Fachwerkwände, mit massiven Ziegelsteinen oder Mauersteinen ausgemauert. Diese sind einfach zu errichten und können auch dekorativ sichtbar bleiben. Wenn gebrauchte Mauersteine vorhanden sind, ist das bei Eigenleistung eine sehr preiswerte Möglichkeit, die auch immer wieder flexibel verändert werden kann.

 

Wände können auch für den späteren Einbau von Türen vorbereitet werden, wenn man z.B.flexibel zwei Wohnungen miteinander verbinden will.

Ein NaturRefugium Haus entsteht. 6. Teil: Außenwände Außenseiten

Nun werden Zwischenräume im Fachwerk ausgefacht. Dazu haben wir verschiedene Methoden:

 

Ausmauern mit Mauersteinen oder auch mit Natur- oder Bruchsteinen

Dazu werden Leisten in der Mitte der Innenseite der Fachwerksbalken befestigt. Sie erhöhen die Winddichitigkeit und verhindern das Herauskippen der Ausfachungen aus den Gefachen. Gemauert wird mit Kalkzement- oder Luftkalk-Mörtel. Die Mauersteine können sichtbar bleiben oder verputzt werden. Alternativ kann das Fachwerk überputzt werden.

 

Nach einer kurzen Anleitung kann diese Arbeit auch von Laien durchgeführt werden. Die handarbeitliche, kleinflächige und leicht unregelmäßige Oberfläche gibt dem Haus einen individuellen Charakter.

 

Dämmschüttung

Hierzu wird die Außenseite des Fachwerks mit Nut und Feder-Brettern oder einer Stülpschalung verschalt und dabei die Schüttung eingefüllt. Füllstoffe sind Perlit, Blähton, Hackschnitzel und Sägespäne. Wer eine so gedämmte Fassade mit Putz gestalten will, nimmt als Verschalung Herklit-Platten. (Zementgebundene Holzfaserplatten.)

 

Perlit-Guss

Perlit wird mit etwas Zementpulver und Wasser erdfeucht angerührt und leicht in die verschalten Gefache eingestampft. Nach einem Tag wird die Verschahlung entfernt. Die hoch dämmende Masse ist zugleich ein hervoragender Putzträger.

 

Stampflehm

Vorhandener oder angemischter sandiger Lehm wird in eine Verschalung kräftig eingestampft. Dabei werden an der Außenseite kleine Steine mit eingestampft, die dann als Putzträger dienen.

 

In-Situ-Heraklit

Sägespäne werden mit etwas Zementpulver und Wasser erdfeucht angemischt und in eine Verschalung kräftig eingestampft. Die Masse ist zugleich Putzträger. Diese Mischung ist eindeutig die preiswerteste Ausfachung, wenn kein Stampflehm zur Verfügung steht. Der kostet nämlich gar nichts, wenn er auf dem Gelände vorkommt. Ansonsten sind Transport- und Lade-Arbeiten hinzuzurechnen.

 

Nach dem Ausfachen können die Wände farblich verziert oder auch mit Putz künstlerisch gestaltet werden. Alle diese Arbeiten sind nach kurzer Einführung auch von Laien durchführbar.

 

Strohballen-Häuser

Hierzu wird auf die Außenseite des Fachwerks eine Dielenbretter-Schicht mit der “schönen” Seite nach innen befestigt. Das Fachwerk bleibt innen offen und auch die Dielenbretter dahinter sind sichtbar. Außen werden Strohballen aufgestapelt, verdichtet und an der Wand befestigt. Darüber kommt ein Strohlehm-Putz, der sich besonders für geschwungene und künstlerisch gestaltete Oberflächen eignet. Wichtig ist eine sehr atmungsoffene Oberfläche, damit die Strohballen nicht das Schimmeln anfangen. Die Strohballen haben naturgemäß eine hohe Wanddicke und sind nicht platzsparend.

 

Erdhäuser

Dazu wird Erdmaterial aus einem Hang entnommen, die Häuser hineingebaut, und dann wieder teilweise zugeschüttet. Die. Häuser müssen die Erdlast aufnehmen und ggfs. auch den Hang vor dem Abrutschen sichern.

 

Möglich ist es auch, auf einem ebenen Gelände eine Mulde etwa ein Drittel Raumhöhe auszuheben, die Häuser hineinzubauen und das Dach sowie eine oder mehrere Seiten wieder zu bedecken. So entsteht ein künstlicher Hügel. Die Südseite hat dabei großzügige Fensterflächen und ein Rampe geht dort vom der normalen Erdniveau auf das Fußboden-Niveau herab. Wichtig ist eine Drainage um das ganze Haus, die das Oberflächenwasser vollständig abführen kann.
Wichtig ist bei allen Erdbauten eine Schutzfolie an allen erdbedeckten Flächen und darunter die Thermoreflex-Membran an der Außenseite.

Ein NaturRefugium Haus entsteht. 5. Teil: Außenwände Innenseite

 

Noch kann man nicht in unser Haus einziehen, denn es fehlen die Außenwände. Zuerst beginnen wir mit der Innen-Verkleidung der Außenwände.

 

Als erste Lage kommen von innen auf das Fachwerk eine Lage Holzwerkstoff. Das können preiswerte Schalbretter, OSB-Platten, Rauspund oder Dielen sein. Sie dienen als Träger für die Innendämmung und als verlorene Schalung für die Ausfachung des Fachwerks.

 

Wird die Ausfachung gemauert oder mit einer leichten Schüttung gefüllt, kann diese Schicht weggelassen werden. In unbeheizten Nebenräumen kann eine Dielenschicht schon die endgültige Lage sein. Wer nur einen Teil des Hauses fertigstellen will, kann es in den übrigen Räumen vorerst einmal so lassen.

 

Als 2. Lage kommt nun die ThermoReflex-Membran zwischen eine Konterlattung von nur je 2cm Dicke. Diese kann dicht oder diffussionsoffen gestaltet werden.Hier können auch gleich Elektrokabel verlegt werden.

 

Als 3. und letzte Lage folgt nun eine Schicht Nut- und Federbretter, oder Gipskartonplatten (Rigips). Wer die Wände mit Putz klassisch oder modellierend gestalten will, der verlegt Heraklit oder zementgebundene Holzfaserplatten als Putzträger.

 

Fenster und Türen

Sie werden in die vorgesehene Lücken im Fachwerk hineingestellt, senkrecht ausgerichtet und verschraubt. Der Spalt wird sauber mit Schafwolle ausgestopft und innen und außen mit Leisten abgedeckt. Bei Türen wird ein Hohlraum unter der Schwelle zur Durchführung von Leitungen benutzt.

 

Häuser mit viel Fensterfläche brauchen nicht überall zu öffnende Fenster Hier können einfach die Scheiben ins Fachwerk gestellt, abgedichtet und mit Rahmen verkleidet werden. Dabei werden auch gleich innen und außen die gewünschten Fenstersprossen angebracht werden. Diese können zu leichteren Reinigung einfach weggeklappt werden.
Mit diesem Schritt ist das Haus schon teilweise bezugsfertig oder wetttergeschützt, obwohl die Außenwände noch nicht fertiggestellt sind. Die Schutzfolie auf den Böden kann jetzt entfernt werden.

Ein NaturRefugium-Haus entsteht. 4. Teil: Die Wände, Pfosten und Pfetten

Die Wände,  Pfosten und Pfetten

Ein NaturRefugium-Haus wird als technisches Fachwerk errichtet. Es kann wie ein klassisches Fachwerkhaus aussehen,  muss aber nicht. Das Fachwerk kann offen sichtbar sein oder verkleidet werden. Ein technisches Fachwerk besteht theoretisch aus kurzen Balken und vielen Dreiecken. Die Kräfte werden durch die Form der Dreiecke aufgenommen und nicht durch die Materialstärke. Dadurch können schlanke, preiswerte Querschnitte verwendet werden.

 

Die Balken sind nicht ausgeklinkt und sind auch nicht durch Holznägel gesichert, wie beim klassischen Fachwerk. Sie werden stumpf aneinandergesetzt und mit Konstruktions-Schrauben so verbunden, dass sie sämtliche Zug-, Druck- und Scherkräfte aufnehmen können. Dadurch sind die Häuser erdbeben- und extremwetterfest.

 

Alle Holzteile werden entsprechend der vorherigen individuellen Planung maßgerecht zugeschnitten an die Baustelle geliefert.

 

Die Pfosten der Fachwerkaußenwände werden mit einer Lehre oder einer Abstützung auf den vorgesehenen Stellen der Bodenplatte aufgestellt und nach Anleitung diagonal mit den Bodensparren verschraubt. Dasselbe geschieht mit den mittleren Stützpfosten.

 

Auf die Pfosten werden die Pfetten (also die Lagerbalken) waagrecht aufgelegt, die das Dach oder das darüberliegende Stockwerk tragen. Auch sie werden fachgerecht mit den Pfosten verschraubt.

 

Nun werden die vorgeschnittenen Streben und Fachwerk-Unterteilungen eingesetzt und ebenfalls verschraubt. Danach können die Lehren oder Abstützungen für die Pfosten entfernt werden. Das erste Stockwerk steht nun endgültig und stabil.

 

Dass dabei ständig die Balken mit der Wasserwaage auf richtigen Winkel überprüft werden, versteht sich von selbst. Kleinere Abweichungen sind dabei meist unerheblich und können beim Einbau weiterer Bauelemente leicht ausgeglichen werden

 

Das Flachdach oder die Deckenplatte

Auf die Pfetten werden nun im rechten Winkel die Sparren in gleichmäßigen Abstand aufgelegt und verschraubt.

 

Für das Flachdach, oder wenn man Dämmung zum oberen Stockwerk wünscht, werden nun von unten Holzdielen gegen die Sparren verlegt und ggf ein Rieselschutz eingelegt. Darauf kann nun die Wärmedämmschüttung eingebracht werden. Die Holzdielen können gleichzeitig die sichtbare Zimmerdecke sein.

 

Für erhöhten Tritt-Schallschutz können auf einem Fehlboden preisgünstige Betonplatten o. ä. eingelegt werden.

 

Flachdach

Als Abschluss unter der Dachhaut wird nun die ThermoReflex-Membran wasserdicht verlegt. Auf den Sparren wird nun eine Schicht Rauhspund oder Schalbretter verlegt. Diese brauchen nur eine ebene Fläche haben, die nach oben zeigt.

 

Den Abschluss der Dachhaut bildet eine Kautschuk-Folie, die für 50 Jahre Witterungsschutz bietet und auch mit einem pflanzentragenden Erddach bedeckt werden kann.

 

Weiteres Stockwerk

Für ein weiteres Stockwerk ergibt sich der selbe Aufbau wie beim Erdgeschoss beschrieben.

 

Satteldach

Ein Satteldach für ein NaturRefugium Haus wird als Pfettendach konstruiert, d.h. zusätzlich zu den schrägen Sparren gibt es senkrechte Pfosten mit Lagerbalken darauf. Das erleichtert die statische Berechnung und evtl. spätere Umbauten. Auch können daher kürzere Balken verwendet werden, die mit max. 2 Personen bewegt werden können.

 

Auf den Sparren der darunterliegenden Stockwerksdecke werden die Ständer und die Pfosten, sowie die schrägen Dachsparren jeweils für eine Stockwerkshöhe verschraubt. Die Außenwände bekommen entsprechende Streben zwischen den Pfosten.

 

Nun wäre es Zeit fürs Richtfest.
Den Abschluss bildet z. B. ein klassischen Kaltdach mit Ziegeln oder Dachsteinen auf Latten oder bei Ausbau des DG ein Dach mit Dämm/Speicher-Schale über den Sparren. Aber auch ein begrüntes Satteldach ist bei flacheren Dachneigungen möglich.

Ein NaturRefugium Haus ensteht: 3. Teil: Die Bodenplatte des Hauses

Die Bodenplatte des Hauses

 

Wenn alle Bodenpfähle gegossen sind, kann man die Wasser-,  Abwasser- und Elektroinstallation im Boden bis hin zu den gewünschten Stellen verlegen. Um flexibel bei der Raumeinelung zu sein, kann man die Abwasserleitungen gleichmäßig verteilt an 2-4 Stellen mit Blinddeckeln recht nah an der Außenmauer verlegen. Außerhalb des Hauses brauchen wir für Wasserleitungen Frosttliefe, unter dem Haus können sie höher liegen.

 

Schon wenige Tage nach dem Gießen der Bodenpfähle kann die Bodenplatte darauf verschraubt werden, auch wenn der Beton noch nicht voll ausgehärtet ist; die Belastung ist anfangs sehr gering. Der Schatten der Bodenplatte hilft zugleich der Beton gleichmäßig reifen zu lassen.

 

Die Lagerbalken

Sie liegen parallel nebeneinander auf den Fundamentsäulen, wobei eine Bitumendichtbahn sie vor aufsteigender Feuchtigkeit schützt.Spezialschrauben verbinden sie mit den Eichenholzdübeln in den Säulen.

 

Der Unterboden

Auf die Lagerbalken werden stabiler Rauhspund oder Schalbretter verschraubt, Sie dienen allein dazu, die Dämmschüttung zu halten. Darauf kommt eventuell eine Bahn Rieselschutz.

 

Die Sparren

Die Sparren tragen den Fußboden und die Last der Personen und Möbel. Sie werden im rechten Winkel mit den Lagerbalken verschraubt.

 

Die Dämmschüttung

Das kann sein

  • Perlit
  • Blähtonkugeln
  • Hackschnitzel
  • Geeignete Mischung aus Sägespänen, Hobelspänen und Holzresten

Jede Füllung hat ihre Besonderheiten und muss auch gesondert betrachtet werden. Sägespäne sind eindeutig die günstigste Füllung. Perlit ist am leichtesten und hat den besten Dämmwert. Perlit kann auch nicht von Mäusen bewohnt werden. Hackschnitzel und Sägespäne haben eine etwas geringere Dämmwirkung, dafür aber besseres Wärme-Speichervermögen.

 

Diese Mischung wird zwischen die Sparren eingebracht und abgezogen.

 

In gemäßigten Gegenden oder bei einem knappen Budget kann man die Dämmschüttung weglassen.

 

Die Thermoreflex-Membran

Das sind viele Schichten von reflektierenden Luftpolsterfolien, ca. 3cm dick, die dieselbe Dämmwirkung wie mehr als 20 cm Mineralwolle haben. Die Membram kann dicht oder dampfdurchlässig verlegt werden. letzteres vor allem bei Hackschnitzeln zu empfehlen, da die relativ feucht sind. Aber auch bei einem Wasserrohrbruch ist eine nach unten offene Menbran hilfreich für eine schnelle Austrocknung.

 

Mit den Sparren wird nun eine Lage von Hobeldielen unsichbar verschraubt, Sie dienen zugleich als zukünftiger Fußboden. Sie können aber auch mit Teppich oder Fliesen belegt werden.

 

Sofort danach wird die gesamte Fläche der Bodenplatte mit Folie gegen Regen und Feuchtigkeit von oben abgedeckt. Die Folie wird erst nach Errichtung der Wände und es Daches entfernt. Als mechanischer Schutz kann man zusätzlich  eine Fläche von Trittschutz-Platten darauf verlegen.
Alle Materialien können von zwei Personen bewegt und verlegt werden. Die Bodenplatte ist in wenigen Tagen verlegt.

Ein NaturRefugium Haus entsteht. Teil 2. Das Fundament

Mit wenig Aufwand ud Eingriff in dei Natur kann ein tragfähiges Fundament für ein NaturRefugium Haus erstellt werden

Das Fundament für ein NaturRefugium Haus

 

Wenn wir wissen, wo genau das Haus stehen soll, wie groß es ist, und wie es aufgeteilt ist, dann können wir beginnen, es mit der Erde zu verwurzeln. Wir tun das mit BETON! Aber nur mit ganz wenig – und der kann im Bedarfsfall schnell entfernt werden.

 

Wird für eine Fundamentplatte der Boden 80 cm tief ausgehoben und mit Schotter und Beton verfüllt, dann bedeutet das pro m² ca 2 Tonnen Material. Bei Unserer Methode brauchen wir für 4m² ca 50 Liter Beton, das sind ca 120 kg, pro m² also 30 kg.

 

Weil unsere Häuser sehr leicht sind, stellen wir sie auf einfache, schlanke Punktfundamente, die bis unter die Frostgrenze gehen. Das ist so ca 80 cm tief.

 

Dazu bohren wir mit einem handgeführten Erdbohrer in einem Abstand von z.b. 2m x 2m Löcher von 10-25cm Durchmesser. Diese werden mit einfachem Recycling-Beton aufgefüllt, in dessen Mitte ein Baustahlstab zur Versteifung steht. An diesem Stab kann man dann auch einfach die Betonsäulen, wieder aus der Erde herausziehen, falls man sie nicht mehr benötigt – auch nach Hunderten von Jahren.

 

Mit einer Rohr-Verlängerung gießt man die Säulen so hoch, dass sie alle auf der gleichen Ebene Enden. Am oberen Ende wird ein keilförmiger Eichenholz-Dübel eingegossen, mit dem die Balken der Bodenplatte verschraubt werden können.

 

Schon ist das Fundament fertig. Und es hat gewaltige Vorteile:

  • Es kann mit nur 2 Personen in wenigen Tagen errichtet werden. Die größten Maschinen sind ein Mörtelmischer und ein Erdbohrer. Und ein PKW-Anhänger für das Material. Es werden schwere Baumaschinen benötigt und  große Mengen von Schotter und Beton, sowie gewaltige Erdbewegungen eingespart.
  • Der Eingriff in die Natur ist sehr gering – und wer will, der kann unter dem Haus tummeln und wachsen lassen, was er will.
  • Es ist auch möglich, einen Kriechkeller unter dem Haus einzurichten, für Dinge, die man da lagen möchte.. Oder man macht sich Bodenluken für Geheimverstecke darunter – wer hätte da nicht Lust darauf?
  • Wenn es Installation zu verlegen gibt, dann kommt man sehr schnell von unten ran.
  • Unter dem Haus kann man auch die Luft für Klima-Wärmetauscher ansaugen lassen – und das ist im Winter immer wärmer und im Sommer immer kühler als die Außenluft. Da kann man nochmals fast die Hälfte an Energie sparen.
  • Durch die Verschraubung der Lagebalken mit den Fundamentsäulen gibt es nicht nur eine druckbeaufschlagbare Verbindung, sondern auch durch Wind und Wetter bedingte Zugkräfte können aufgenommen werden und das Haus sicher mit dem Boden verbinden.

 

Anmerkungen:

Recycling-Beton

Man kann natürlich preiswerten Estrich-Beton vom Baumarkt besorgen. Aber man kann auch vorhandenen Bauschutt mit einem sandigen Anteil verwenden und im Verhältnis von 12:1 mit reinem Zement mischen – was die Materialkosten auf fast ein Zehntel senkt.

 

Tragfähigkeit von Pfählen

Neben der reinen Auflagefläche der Beton-Pfähle kommt noch die Reibung der rauhen Seitenflächen der Pfähle hinzu, die die Tragfähigkeit erhöhen.

 

Alternatives Fundament

Für besondere Gebäude wie z.B. Erdhäuser kann man auch fertige dünne Betonplatten auf vorverdichtetem Boden verlegen, darauf liegen auf einer Feuchtigkeits-Trennschicht die Lagerbalken des Bodens.

 

Als Fundamente in sumpfigem Boden können auch lange Holzpfähle verwendet werden, die man einschlägt. Sie müssen ständig unter dem Wasserspiegel liegen, damit sie nicht vermodern.

 

Ein Natur Refugium Haus entsteht – 1. Das Grundstück

Nach vielen Anfragen, wie ein NaturrefugiumHaus gebaut wird, kommt nun eine Serie, die von der Auswahl des Grundstücks bis hin zum Einzug jeden Schritt ausführlich beschreibt. Diese Einführung erklärt auch, warum dieses Bauen einfacher, preiswerter, menschengerechter und langlebiger ist als konventionelles Bauen.
Das Grundstück

 

Oft wird ein Haus mit einer ganz bestimmten Vorstellung gebaut ohne daran zu denken, wie die Umgebung dazupasst. Das führt dazu, dass jeder auf seinem Grundstück etwas entstehen lässt, was keine Ganzheit mit der Umgebung beinhaltet. Und oft schirmt man sich dann durch Hecken, Mauern und Sichtschutzzäune ab.

 

Die Grundlagen für ein Bauen und Wohnen, das Menschen zufrieden stellt, ist Ganzheit. Über Ganzheit oder Ganzheitlichkeit wird viel geredet. Aber was bedeutet es für ein Haus?

 

Vereinfacht gesagt, es soll zu allem passen, was dazugehört. Zum Bewohner (auch den zukünftigen), zum Grundstück und der Umgebung, also zu den Häusern herum, zur Bautradition, zum Gesamtbild und vieles mehr. Aber keine Angst, es geht nicht darum historischen Kitsch hinzustellen – es muss einfach das Gesamtbild stimmen – und da können auch moderne Elemente dazupassen.

 

Oft wird bei einem Gebäude in einem Bebauungsgebiet nicht an Natur gedacht. Aber es ist immer was von der Natur vorhanden – und wenn wir ein Grundstück der Naturüberlassen, wird sie es sich zurückholen. Was liegt da näher, nicht den Kampf mit der Natur aufzunehmen, sondern sich auf sie einzulassen?

 

Die Mehrzahl der Menschen finden den Aufenthalt in der Natur als wohltuend – nur wohnen sie meist dort wo das Verhältnis zu ihr tief gestört ist. Wir von Natur Refugium versuchen dabei Low Impact zu bauen – also mit möglichst wenig Eingriff und beim Bauen die ähnliche Muster anzuwenden, die man auch in der Natur findet. Der Architekt Christopher Alexander spricht davon, beim Bauen das Land zu reparieren oder heilen. Das ist nötig, um langfristig zufrieden wohnen und leben zu können.

 

Auch im Inneren einer Großstadt mit dichter Bebauung kann man das tun. Sogar dort, wo fast nichts mehr vom Boden oder der Natur zu sehen ist, kann man das tun. Man muss nur wissen, wie das geht.

 

Wer ein Grundstück hat und bauen oder kaufen möchte, der sollte dort eine Zeit zubringen, und vielleicht sogar ein Haus auf dem Gelände abstecken, um ein Gefühl für die Größenverhältnisse seines Hauses und die Anordnung der Zimmer zu bekommen.

 

Wenn möglich, dann sollte das Haus an der Nordseite stehen und nach Süden ausgerichtet sein. Gibt es schöne Stellen auf den Grundstück, dann sollte das Haus nicht dort gebaut werden, sondern an nicht so schönen Orten.

 

Wer Interesse hat, der kann bei uns Anleitung erhalten, wie man ein Haus auf einem Grundstück richtig plant. Wenn der Kunde seine Vorstellungen und einen groben Plan hat, können wir einen ersten Entwurf zeichnen.
Aber auch während des Bauens können unsere Häuser immer noch modifiziert und angepasst werden.

Warum Architektur und Wohndesign unser Wohlbefinden beeinflussen.

 

Warum Architektur und Wohndesign unser Wohlbefinden beeinflussen.

 

Die uns umgebende Natur und oft auch menschengemachte Dinge haben Eigenschaften, die und sowohl geprägt haben als uns auch gut tun.

 

Ein wichtiger Aspekt ist zum Beispiel der optische Übergang von einer Fläche auf eine andere. Die Natur ist nicht im gleichgroße Flächen unterteilt, sondern in Übergänge, die vielleicht 2 bis 4 mal so groß sind wie die benachbarten.

 

Man denke an die unterschiedlich breiten und großen Gräser und Blumen auf einer Wiese, oder die Blätter und Nadeln und Zweige und Äste und Stämme und Baumkronen und Flecken des Himmels mit unterschiedlich großen Wolkenfetzen in einem Wald.

 

Oder an eine Landschaft mit Äcker und deren Furchen, mit Hecken und Wiesen und Bächen und Weihern und Hügeln und Wäldern. Alles ist unterschiedlich, aber nirgendwo sind extreme Sprünge der Größe vorhanden. Sogar ein Fels, der in den Himmel ragt, hat viele kleine unregelmäßige Risse, Löcher und Schattierungen.

 

Das alles finden wir schön und beruhigend und entspannend.

 

Und nun kommt ein Architekt und knallt ein kühnes Gebäude mit großen, klaren einfarbigen Flächen und Glasfronten hinein.  Auf den ersten Blick finden manche das großartig und kühn und modern.

 

Oder auch anders gesagt, ein Bauherr sucht nach einem Ort mit einer wunderbaren Landschaft, die er so schön und wohltuend findet. Und damit er möglichst viel von dieser Natur mitbekommt, baut er ein modernes Haus hinein, mit großen Fensterflächen.

 

Innen ist das Haus großzügig und schlicht, mit vielen großen einfarbigen Flächen und glatten Möbeln. Der Ausblick ist schön, doch völlig anders. Für die Besucher ist diese Haus und sein Ausblick beeindruckend. Doch den Bewohner tut das Haus auf die Länge der Zeit nicht gut, nehme ich an. Die Landschaft in den Fenstern wird irgendwann zur Tapete und der Reiz des Neuen und Kühnen ist verschwunden.

 

Und in der Landschaft steht ein Haus, das irgendwie nicht hineinpasst. Es fällt auf, stört aber auch. Und es wird im Laufe der Zeit nicht besser. Es nimmt keine Patina an, die es im Laufe der Zeit noch interessanter macht. Die großen Flächen verschmutzen und veralgen. Irgendwann braucht es einen großen Aufwand, um es wieder in den Urzustand zu versetzen.

 

Man denke nur an die Bungalows und Zweckgebäude der 70er Jahre, die jetzt alt geworden sind und oft zum Sanierungs- oder Abrissfall.

 

Hier eine kleine Aufgabe, um diesen Unterschied zu erkennen: Bitte mal “alte Häuser” und  “moderne Häuser” googeln und jeweils auf “weitere Bilder” klicken. Der  Unterschied ist umwerfend. Die modernen Häuser knallen ins Bild. Mir tun sie fast ind den Augen weh. Die alten Häuser, auch wenn sie Altersspuren haben, sind irgendwie schön und passen in die Umgebung.

 

Sie haben diese passenden Übergänge von Kleinen zum Großen, aber auch noch viele andere Aspekte, die den modernen Häusern fehlen. Der Architekt Alexander Christopher spricht von 15 solcher Aspekte.

http://www.livingneighborhoods.org/ht-0/fifteen.htm

Auch wer Englisch nicht gut lesen kann – die Bilder zeigen, worum es geht.

 

Irgendwas ist schief gegangen mit der Architektur der Moderne. Es ist die Ganzheit verloren gegangen. Man nimmt sich ein Grundstück, macht es platt und glatt, und stellt das hinein, das man persönlich oder weil es in ist, möchte. Auf Zusammenhang mit der Umgebung wird kaum geachtet.

 

Drum herum wird in das Gelände gestellt, was die Baumärkte grade so anbieten. Fenster mit kleinen Glasflächen weichen großen, die oft unsymmetrisch und unproportioniert in den Wänden stehen. Alte, unregelmäßige Putze werden durch glatte mit knalligen Farben ersetzt. Und damit sie nicht veralgen und verschmutzen kommt noch ein bisschen Chemie und Gift hinein.

 

Und innen wird es nicht besser. Die Häuser sind oft so gebaut, wie es die Möbelindustrie vorschreibt. Bei alten Häusern werden oft sogar Fenster zugemauert, damit die Schrankwand im postmodernen Bochumer Barock hineinpasst.

 

Die meisten Menschen finden alte Häuser schön, finden aber tausend Gründe, sie hässlicher und unharmonischer zu machen – oder welche zu bauen, die weder zu den Bewohnern noch in die Umgebung passen.

 

Wir von NaturRefugium möchten das ändern und jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, ein Haus zu bewohnen, das zu ihm und in das große Bild passt. Und dazu gehört auch, dass er es sich leisten kann.

Keine Lust auf Schriftliches und Büro-Arbeit?

Keine Lust auf Schriftliches und Büro-Arbeit?

Auch dafür gibt es ein Wohnglück-Muster.

 

Lange Zeit hatte ich furchtbare Probleme, die schriftlichen und organisatorischen Aufgaben im Haus zumachen. Die zu erledigenden Dinge stapelten sich auf meinen Schreibtisch und dazu kam dann noch das was sich bei Suchaktionen ablagerte. Es kostete wirklich Überwindung, dort hinzugehen und etwas zu arbeiten. Und eine mehrstündige Aufräumaktion, bis man loslegen konnte.

 

Bei der Beschäftigung mit Wohnglück-Mustern dämmerte es mir langsam, dass es vielleicht auch an der Art des Arbeitsplatzes liegen könnte. Hier einige Grundsätze für einen Schreib-Arbeitsplatz:

  • Man arbeitet nicht gerne alleine.
  • Der Arbeitsplatz soll harmonisch und einladend sein.
  • Das, was nötig ist, soll schnell zugänglich sein und schnell aufzuräumen.
  • Der Kontakt und der Informationsfluss für die Familie soll einfach und schnell sein.

 

Meine Kinder machen auch gerne in der Wohnküche ihre Schularbeiten, lieber als in ihren Zimmern.

Nun hatte ich ja schon das Muster Fensterplatz in unserer Wohnküche verwirklicht. Wie wäre es, wenn ich dort auch das Schriftliche erledige? Nun, zuerst gab es einige Widerstände in der Familie, aber als die Gründe dafür erklärt wurden, konnte ich damit beginnen.

 

  • Der Fensterplatz war ein Tischchen, das direkt am Fensterbrett anschloss, ca. 50 cm tief.
  • Durch ein Sprossenfenster hatte ich durch die Ranken des Weinstocks (gefiltertes Licht) einen Ausblick in den Garten mit Pergola und Bach, Berg und Teich, Büschen und Buchsbäumen.
  • Links davon war ein großes Aquarium als Raumteiler. Zusammen mit einem Bonsai-Bäumchen auf dem Fensterbrett habe ich auch nachts etwas Natur um mich herum.
  • Am Tisch haben zwei Menschen Platz. Nicht viel, aber man kann hier wunderbar die Köpfe zusammenstecken, wenn andere es nicht so mitbekommen sollen.
  • Wichtig ist es, den Tisch immer wieder schnell leer zu bekommen. Dazu verwende ich einen Hocker als Ablage, ein Kästchen für Kleinkram und Stifte, sowie Hägeordner in Boxen, die man auf den Boden oder in Regale stellen kann und auf die man schnell zugreifen kann.
  • Ich werde auch noch eine Ablage unter dem Tisch anbringen, wie man sie von Schulbänken kennt. Dann kann man schnell das auf dem Tisch liegende mit einem Griff verschwinden lassen, wenn es nötig ist. So eine Ablage sollte an keinem Tisch fehlen.
  • Als Computer dient ein schlankes Chromebook, das extrem schnell weg- und wieder hergeräumt werden kann. Trotz einiger Bedenken gegenüber Google hat es soviel Vorteile, dass ich mal getrennt davon berichten werde.
  • Hinter mir steht eine Bananenpflanze, so dass nicht jemand hinter dem Sitzenden stehen kann, was für viele Menschen bei Büroarbeit unangenehm ist.
  • Und dann braucht man noch einige Regeln, wie der Fensterplatz benutzt wird.

 

Und es funktioniert wirklich. Ich sitze leicht abgeschirmt am Fenster und bin doch den Menschen, die hier kochen und essen und reden nahe. Wenn es Fragen oder Informationen zu wechseln gibt, dann kann man sie schnell austauschen. Da die Post sowieso in der Wohnküche landet, kann sie gleich hier in die Hängeordner eingeordnet werden. Es gibt welche für Bearbeiten, Einordnen, Schreibpapier, Umschläge, Tagespläne usw. So ist der Tisch fast immer leer und man kommt schnell an die Nötigen Papiere heran.

 

Zusammen mit einem einfachen Zeitplansystem, das ich mal gesondert vorstellen werde, arbeite ich hier wirklich gerne. Mein alter Arbeitsplatz im Bürozimmer war abschreckend, der neue ist anziehend.

 

Ich baue so Stück für Stück die alten Schreibarbeiten ab. Und erledige vieles Neue einfach nebenher. Es beginnt Spaß zu machen.

 

Man sollte in einer Bauern- oder Wohnküche, zumindest bei einer größeren Familie, wirklich mehrere Plätze einrichten, an denen man sich hinsetzen und etwas zurückziehen kann. Oder eine Kuschel-Ecke. Und dann gibt es noch den zentralen Tisch für alle. Das geht auch in kleineren Räumen, wenn man die Möbel selbst anpasst.