Ein NaturRefugium Haus entsteht. Teil 2. Das Fundament

Das Fundament für ein NaturRefugium Haus

 

Wenn wir wissen, wo genau das Haus stehen soll, wie groß es ist, und wie es aufgeteilt ist, dann können wir beginnen, es mit der Erde zu verwurzeln. Wir tun das mit BETON! Aber nur mit ganz wenig – und der kann im Bedarfsfall schnell entfernt werden.

 

Wird für eine Fundamentplatte der Boden 80 cm tief ausgehoben und mit Schotter und Beton verfüllt, dann bedeutet das pro m² ca 2 Tonnen Material. Bei Unserer Methode brauchen wir für 4m² ca 50 Liter Beton, das sind ca 120 kg, pro m² also 30 kg.

 

Weil unsere Häuser sehr leicht sind, stellen wir sie auf einfache, schlanke Punktfundamente, die bis unter die Frostgrenze gehen. Das ist so ca 80 cm tief.

 

Dazu bohren wir mit einem handgeführten Erdbohrer in einem Abstand von z.b. 2m x 2m Löcher von 10-25cm Durchmesser. Diese werden mit einfachem Recycling-Beton aufgefüllt, in dessen Mitte ein Baustahlstab zur Versteifung steht. An diesem Stab kann man dann auch einfach die Betonsäulen, wieder aus der Erde herausziehen, falls man sie nicht mehr benötigt – auch nach Hunderten von Jahren.

 

Mit einer Rohr-Verlängerung gießt man die Säulen so hoch, dass sie alle auf der gleichen Ebene Enden. Am oberen Ende wird ein keilförmiger Eichenholz-Dübel eingegossen, mit dem die Balken der Bodenplatte verschraubt werden können.

 

Schon ist das Fundament fertig. Und es hat gewaltige Vorteile:

  • Es kann mit nur 2 Personen in wenigen Tagen errichtet werden. Die größten Maschinen sind ein Mörtelmischer und ein Erdbohrer. Und ein PKW-Anhänger für das Material. Es werden schwere Baumaschinen benötigt und  große Mengen von Schotter und Beton, sowie gewaltige Erdbewegungen eingespart.
  • Der Eingriff in die Natur ist sehr gering – und wer will, der kann unter dem Haus tummeln und wachsen lassen, was er will.
  • Es ist auch möglich, einen Kriechkeller unter dem Haus einzurichten, für Dinge, die man da lagen möchte.. Oder man macht sich Bodenluken für Geheimverstecke darunter – wer hätte da nicht Lust darauf?
  • Wenn es Installation zu verlegen gibt, dann kommt man sehr schnell von unten ran.
  • Unter dem Haus kann man auch die Luft für Klima-Wärmetauscher ansaugen lassen – und das ist im Winter immer wärmer und im Sommer immer kühler als die Außenluft. Da kann man nochmals fast die Hälfte an Energie sparen.
  • Durch die Verschraubung der Lagebalken mit den Fundamentsäulen gibt es nicht nur eine druckbeaufschlagbare Verbindung, sondern auch durch Wind und Wetter bedingte Zugkräfte können aufgenommen werden und das Haus sicher mit dem Boden verbinden.

 

Anmerkungen:

Recycling-Beton

Man kann natürlich preiswerten Estrich-Beton vom Baumarkt besorgen. Aber man kann auch vorhandenen Bauschutt mit einem sandigen Anteil verwenden und im Verhältnis von 12:1 mit reinem Zement mischen – was die Materialkosten auf fast ein Zehntel senkt.

 

Tragfähigkeit von Pfählen

Neben der reinen Auflagefläche der Beton-Pfähle kommt noch die Reibung der rauhen Seitenflächen der Pfähle hinzu, die die Tragfähigkeit erhöhen.

 

Alternatives Fundament

Für besondere Gebäude wie z.B. Erdhäuser kann man auch fertige dünne Betonplatten auf vorverdichtetem Boden verlegen, darauf liegen auf einer Feuchtigkeits-Trennschicht die Lagerbalken des Bodens.

 

Als Fundamente in sumpfigem Boden können auch lange Holzpfähle verwendet werden, die man einschlägt. Sie müssen ständig unter dem Wasserspiegel liegen, damit sie nicht vermodern.

 

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