Warum Architektur und Wohndesign unser Wohlbefinden beeinflussen.

 

Warum Architektur und Wohndesign unser Wohlbefinden beeinflussen.

 

Die uns umgebende Natur und oft auch menschengemachte Dinge haben Eigenschaften, die und sowohl geprägt haben als uns auch gut tun.

 

Ein wichtiger Aspekt ist zum Beispiel der optische Übergang von einer Fläche auf eine andere. Die Natur ist nicht im gleichgroße Flächen unterteilt, sondern in Übergänge, die vielleicht 2 bis 4 mal so groß sind wie die benachbarten.

 

Man denke an die unterschiedlich breiten und großen Gräser und Blumen auf einer Wiese, oder die Blätter und Nadeln und Zweige und Äste und Stämme und Baumkronen und Flecken des Himmels mit unterschiedlich großen Wolkenfetzen in einem Wald.

 

Oder an eine Landschaft mit Äcker und deren Furchen, mit Hecken und Wiesen und Bächen und Weihern und Hügeln und Wäldern. Alles ist unterschiedlich, aber nirgendwo sind extreme Sprünge der Größe vorhanden. Sogar ein Fels, der in den Himmel ragt, hat viele kleine unregelmäßige Risse, Löcher und Schattierungen.

 

Das alles finden wir schön und beruhigend und entspannend.

 

Und nun kommt ein Architekt und knallt ein kühnes Gebäude mit großen, klaren einfarbigen Flächen und Glasfronten hinein.  Auf den ersten Blick finden manche das großartig und kühn und modern.

 

Oder auch anders gesagt, ein Bauherr sucht nach einem Ort mit einer wunderbaren Landschaft, die er so schön und wohltuend findet. Und damit er möglichst viel von dieser Natur mitbekommt, baut er ein modernes Haus hinein, mit großen Fensterflächen.

 

Innen ist das Haus großzügig und schlicht, mit vielen großen einfarbigen Flächen und glatten Möbeln. Der Ausblick ist schön, doch völlig anders. Für die Besucher ist diese Haus und sein Ausblick beeindruckend. Doch den Bewohner tut das Haus auf die Länge der Zeit nicht gut, nehme ich an. Die Landschaft in den Fenstern wird irgendwann zur Tapete und der Reiz des Neuen und Kühnen ist verschwunden.

 

Und in der Landschaft steht ein Haus, das irgendwie nicht hineinpasst. Es fällt auf, stört aber auch. Und es wird im Laufe der Zeit nicht besser. Es nimmt keine Patina an, die es im Laufe der Zeit noch interessanter macht. Die großen Flächen verschmutzen und veralgen. Irgendwann braucht es einen großen Aufwand, um es wieder in den Urzustand zu versetzen.

 

Man denke nur an die Bungalows und Zweckgebäude der 70er Jahre, die jetzt alt geworden sind und oft zum Sanierungs- oder Abrissfall.

 

Hier eine kleine Aufgabe, um diesen Unterschied zu erkennen: Bitte mal “alte Häuser” und  “moderne Häuser” googeln und jeweils auf “weitere Bilder” klicken. Der  Unterschied ist umwerfend. Die modernen Häuser knallen ins Bild. Mir tun sie fast ind den Augen weh. Die alten Häuser, auch wenn sie Altersspuren haben, sind irgendwie schön und passen in die Umgebung.

 

Sie haben diese passenden Übergänge von Kleinen zum Großen, aber auch noch viele andere Aspekte, die den modernen Häusern fehlen. Der Architekt Alexander Christopher spricht von 15 solcher Aspekte.

http://www.livingneighborhoods.org/ht-0/fifteen.htm

Auch wer Englisch nicht gut lesen kann – die Bilder zeigen, worum es geht.

 

Irgendwas ist schief gegangen mit der Architektur der Moderne. Es ist die Ganzheit verloren gegangen. Man nimmt sich ein Grundstück, macht es platt und glatt, und stellt das hinein, das man persönlich oder weil es in ist, möchte. Auf Zusammenhang mit der Umgebung wird kaum geachtet.

 

Drum herum wird in das Gelände gestellt, was die Baumärkte grade so anbieten. Fenster mit kleinen Glasflächen weichen großen, die oft unsymmetrisch und unproportioniert in den Wänden stehen. Alte, unregelmäßige Putze werden durch glatte mit knalligen Farben ersetzt. Und damit sie nicht veralgen und verschmutzen kommt noch ein bisschen Chemie und Gift hinein.

 

Und innen wird es nicht besser. Die Häuser sind oft so gebaut, wie es die Möbelindustrie vorschreibt. Bei alten Häusern werden oft sogar Fenster zugemauert, damit die Schrankwand im postmodernen Bochumer Barock hineinpasst.

 

Die meisten Menschen finden alte Häuser schön, finden aber tausend Gründe, sie hässlicher und unharmonischer zu machen – oder welche zu bauen, die weder zu den Bewohnern noch in die Umgebung passen.

 

Wir von NaturRefugium möchten das ändern und jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, ein Haus zu bewohnen, das zu ihm und in das große Bild passt. Und dazu gehört auch, dass er es sich leisten kann.

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