Keine Lust auf Schriftliches und Büro-Arbeit?

Keine Lust auf Schriftliches und Büro-Arbeit?

Auch dafür gibt es ein Wohnglück-Muster.

 

Lange Zeit hatte ich furchtbare Probleme, die schriftlichen und organisatorischen Aufgaben im Haus zumachen. Die zu erledigenden Dinge stapelten sich auf meinen Schreibtisch und dazu kam dann noch das was sich bei Suchaktionen ablagerte. Es kostete wirklich Überwindung, dort hinzugehen und etwas zu arbeiten. Und eine mehrstündige Aufräumaktion, bis man loslegen konnte.

 

Bei der Beschäftigung mit Wohnglück-Mustern dämmerte es mir langsam, dass es vielleicht auch an der Art des Arbeitsplatzes liegen könnte. Hier einige Grundsätze für einen Schreib-Arbeitsplatz:

  • Man arbeitet nicht gerne alleine.
  • Der Arbeitsplatz soll harmonisch und einladend sein.
  • Das, was nötig ist, soll schnell zugänglich sein und schnell aufzuräumen.
  • Der Kontakt und der Informationsfluss für die Familie soll einfach und schnell sein.

 

Meine Kinder machen auch gerne in der Wohnküche ihre Schularbeiten, lieber als in ihren Zimmern.

Nun hatte ich ja schon das Muster Fensterplatz in unserer Wohnküche verwirklicht. Wie wäre es, wenn ich dort auch das Schriftliche erledige? Nun, zuerst gab es einige Widerstände in der Familie, aber als die Gründe dafür erklärt wurden, konnte ich damit beginnen.

 

  • Der Fensterplatz war ein Tischchen, das direkt am Fensterbrett anschloss, ca. 50 cm tief.
  • Durch ein Sprossenfenster hatte ich durch die Ranken des Weinstocks (gefiltertes Licht) einen Ausblick in den Garten mit Pergola und Bach, Berg und Teich, Büschen und Buchsbäumen.
  • Links davon war ein großes Aquarium als Raumteiler. Zusammen mit einem Bonsai-Bäumchen auf dem Fensterbrett habe ich auch nachts etwas Natur um mich herum.
  • Am Tisch haben zwei Menschen Platz. Nicht viel, aber man kann hier wunderbar die Köpfe zusammenstecken, wenn andere es nicht so mitbekommen sollen.
  • Wichtig ist es, den Tisch immer wieder schnell leer zu bekommen. Dazu verwende ich einen Hocker als Ablage, ein Kästchen für Kleinkram und Stifte, sowie Hägeordner in Boxen, die man auf den Boden oder in Regale stellen kann und auf die man schnell zugreifen kann.
  • Ich werde auch noch eine Ablage unter dem Tisch anbringen, wie man sie von Schulbänken kennt. Dann kann man schnell das auf dem Tisch liegende mit einem Griff verschwinden lassen, wenn es nötig ist. So eine Ablage sollte an keinem Tisch fehlen.
  • Als Computer dient ein schlankes Chromebook, das extrem schnell weg- und wieder hergeräumt werden kann. Trotz einiger Bedenken gegenüber Google hat es soviel Vorteile, dass ich mal getrennt davon berichten werde.
  • Hinter mir steht eine Bananenpflanze, so dass nicht jemand hinter dem Sitzenden stehen kann, was für viele Menschen bei Büroarbeit unangenehm ist.
  • Und dann braucht man noch einige Regeln, wie der Fensterplatz benutzt wird.

 

Und es funktioniert wirklich. Ich sitze leicht abgeschirmt am Fenster und bin doch den Menschen, die hier kochen und essen und reden nahe. Wenn es Fragen oder Informationen zu wechseln gibt, dann kann man sie schnell austauschen. Da die Post sowieso in der Wohnküche landet, kann sie gleich hier in die Hängeordner eingeordnet werden. Es gibt welche für Bearbeiten, Einordnen, Schreibpapier, Umschläge, Tagespläne usw. So ist der Tisch fast immer leer und man kommt schnell an die Nötigen Papiere heran.

 

Zusammen mit einem einfachen Zeitplansystem, das ich mal gesondert vorstellen werde, arbeite ich hier wirklich gerne. Mein alter Arbeitsplatz im Bürozimmer war abschreckend, der neue ist anziehend.

 

Ich baue so Stück für Stück die alten Schreibarbeiten ab. Und erledige vieles Neue einfach nebenher. Es beginnt Spaß zu machen.

 

Man sollte in einer Bauern- oder Wohnküche, zumindest bei einer größeren Familie, wirklich mehrere Plätze einrichten, an denen man sich hinsetzen und etwas zurückziehen kann. Oder eine Kuschel-Ecke. Und dann gibt es noch den zentralen Tisch für alle. Das geht auch in kleineren Räumen, wenn man die Möbel selbst anpasst.

 

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