Macht uns eine Wohneinrichtung glücklich?

Wir kennen ja den Unterschied: Wohnungen in Filmen und Magazinen, die super durchstylt sind und ordentlich aussehen. Da muss man sich doch wohlfühlen. Und dann die Realität:

Überquellende Tische, Regale die aus allen Nähten platzen, Schränke die beim Türenöffnen einen Erdrutsch verursachen, Flure voll mit Geräten, Schlafzimmer, die zu Umkleideräumen und Lagerplätzen degradiert wurden (Oh, wie sexy!).

Es gibt einigen Leute, die das alles im Griff haben und bei denen es wie geleckt aussieht. Aber meist wird für Hochglanzfotos super aufgeräumt. Und ich habe sogar den Verdacht, dass Designer, die ganze Wohnungen durchstylen, sowas zu Hause gar nicht haben – oder zumindest nicht so ordentlich.

Der Haken an der Misere ist, dass beim Durchstylen oft nur an das Gesamtbild gedacht wird, und die Realität vergessen wird:

Kleine Wohnungen. Menschen die bestimmte Bedürfnisse haben. Die Dinge, die wir im Alltag benutzen. Die Vielzahl der Sachen, die wir besitzen. Die Menschen mit denen wir uns umgeben. All das wird einem bestimmten Style oder einer Mode geopfert.

Kauft man sich solche Möbel, dann passen sie gar nicht zur Wohnung oder schauen nicht so großzügig und modän aus. Und im Alltag füllt sich eben langsam der Raum mit all den Dingen, die wir benutzen.

Und nun wieder zu unserer Frage: Kann man durch Einrichten glücklicher werden? Und ordentlicher? Ich denke ja. Es hat mit zwei wichtigen Aspekten zu tun:

Mit den Menschen, die um uns herum sind, und mit Eigenwirksamkeit.

Letztere will ich mal erklären. Ich mache etwas, was mir eingefallen ist oder was ich möchte. Und ich habe Erfolg dabei. Es funktioniert. Das macht mich glücklich und froh. Deshalb möchte ich das wiederholen. Wenn das immer wieder funktionniert, Wird das zu einer angenehmen Gewohnheit und ich bin etwas glücklicher dadurch.

Wenn ich nun meine Wohnung so einrichte, das ich die Dinge meines Lebens schnell ablegen und wieder finden kann, wenn ich freie Flächen zum Arbeiten und wohnen habe, und es so gestaltet ist, dass es immer wieder funktioniert, dann erfahre ich diese Eigenwirksamkeit.

Wenn die Wohnung so gestaltet ist, das ich Plätze habe, an denen ich mit Menschen kommunizieren und zusammenwirken kann, und auch Plätze habe, an denen ich allein sein kann, wenn ich es brauche, dann macht mich das auch glücklich und zufrieden.

Das Gegenteil davon sind Wohnungseinrichtungen, die immer unordentlich sind, weil ich es nicht schaffe, sie schnell zu ordnen und die Dinge zu finden, die ich brauche. Wenn ich es aufgebe, Ordnung zu schaffen. Wenn es keine Plätze gibt, mit denen ich mich angenehm und einfach mit Menschen treffen kann oder mich zurückziehen kann.

Der Knackpunkt ist, ob man sich solche positiven Wohnungen schaffen kann, dass sogar Messies Spaß daran finden, aufzuräumen. Wie das möglich sein kann, davon will ich im Blog und den Artikeln schreiben und meine Erfahrungen weitergeben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf meinKompaktHaus.de

 

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