Das Kompakthaus – noch kompakter und universeller

Mich haben viele Anfragen erreicht, wie man noch mehr aus dem Kompakthaus machen kann. Und es gibt in Deutschland eine immer regere Nachfrage nach günstigem Wohnraum.

Im folgenden Artikel wird die Weiterentwicklung des Kompakthauses beschrieben – in genehmigungsfreier Variante – und in einer mit Baugenehmigung. Der billigste Bausatz zum Selberbauen kostet ab ca. 5000 € (Ohne Heizung und Sanitär). Und man kann es jetzt fertig gebaut angeliefert bekommen – auf einem Anhänger. Es kann ebenerdig ohne Kran aufgetellt werden. Und man kann es wieder versetzen. Zudem kann man Module zu Häusern in verschiedenen Größen und Formen zusammensetzen – auch übereinander.

Hier geht die Geschichte los:

Neue (Fort-)Schritte mit dem Kompakthaus

Nachdem es jetzt einige Zeit ruhig war ums Kompakthaus, haben sich einige neue Aspekte ergeben, die das Kompakthaus noch universeller machen.

Dünne Häuser

Das ist auch ein Wohn-Muster nach Christopher Alexander. Aus der Forderung heraus, dass jedes Zimmer Licht von zwei Seiten bekommen sollte, ergibt sich das Konzept der Dünnen Häuser, die entweder lang sind, oder S-, T-, U- oder eine andere Form haben, Sie können auch nur bis zu 3 Meter breit sein. Moderne Architekten würden das sofort als unökonomisch und energieverschwendend ansehen, aber es gibt Wege, solche Nachteile zu umgehen.

Nehmen wir die Fläche eines Kompakthauses von ca. 30 m², dann kommt man bei 3m Breite auf 10m Länge. Je länger ein Haus ist, in desto mehr Funktionszonen oder Zimmer kann man es unterteilen. Man muss nur mit der geringen Breite zurechtkommen. Das geschieht durch Raumaufteilung und Einrichtung – und zwar nicht aus dem Möbelhaus.

Spaßeshalber hatte ich so ein Haus mal in 7 Zonen unterteilt – genügend für eine 4-köpfige Familie – und eben auch Rückzugsmöglichkeiten für jeden. Das Haus war ca. 11 m lang. Wer nicht glaubt, dass man da gut drin wohnen kann, sollte mal nach Tiny Houses googeln. Ein wichtiger Sspekt ist, sich auf das notwendigste zu konzentrieren – und dadurch vielleicht auch das Leben in den Griff zu bekommen. Es gibt unzählige Bilder, wie solche Häuser eingerichtet sein können. 

Transportabel?

Ja, kann man so ein Haus denn nicht fertig herstellen und irgendwohin transportieren und aufstellen? Das erschien mir anfangs schwierig, denn man braucht einen Spezialtransporter mit Übermaßen und einen Autokran.

Andere bauen ja Übeseecontainer als Häuser um, und die sind straßentauglich, weil sie eben nur 2,5m breit sind. Aber sie sind aus Stahlblech, und darin kann man wohl nicht so gut leben. Außerden kostet auch ein gebrauchter Container noch einiges und muss dann erst noch umgerüstet werden. Und dann die Lebensdauer.. Wahrscheinlich nicht so lange wie ein Fachwerkhaus. Das schien also eine Sackgasse zu sein.

Immerhin lassen sich ja die Bauteile für ein Kompakthaus auf einen großen PKW-Hänger transportieren. Aber ein fertiges Haus einfach hingestellt, das ist noch was anderes.

Mehrere Stockwerke?

Wenn für viele Menschen Wohnraum geschaffen werden soll, dann geht das nur selten mit bungalow-ähnlichen Gebäuden wie unser erstes Kompakthaus. Also dann in die Höhe! Von der Belastung her halten unsere Kompakthäuser viel aus – sie sind ja für Erddächer konzipiert. Nur passt dazu nicht die leichte Dachneigung. Wenn aber die Häuser eh recht schmal sind. dann kann man sie auch weglassen – wenn das oberste Dach wirklich dicht ist.

Irgendwann kam dann mal der Gedankensprung:

Warum nicht Fachwerkhäuser bauen, die Containermaße haben und mit normalem LKW oder PKW-Anhängern transportiert werden können?

Ein 20-Fuß-Container ist 6,10 m lang und knapp 2,50 breit. Zwei davon ergäben die Maße eines Kompakthauses von ca. 30m². Man kann sie in der Länge aufstellen, im Winkel zueinander, nebeneinander, so dass sie fast ein Quadrat ergeben, und aufeinander, sogar in mehreren Stockwerken.

Man kann sie aufstellen und wieder woandershin transportieren. Man kann sie fertig kaufen oder als Bausatzselber bauen.

Ein paar Probleme gibt es schon zu lösen. Nicht jede Ausfachung (die Füllung der Fackwerk-Gefache) hält den Transport aus. Dafür braucht man eine spezielle Lösung, nämlich die Perlitschüttung, die später erklärt wird. Aber wer das Haus dauerhaft an einem Ort haben will, der kann auch ganz klassisch mit Ziegelsteinen ausfachen. notfallls nimmt es sie dann vor dem Transport heraus oder bessert nach dem Tranport nach.

Konkrete Zahlen für den Kompakthauscontainer

Gehen wir mal von dem genehmigungsfreien bayerischen Kompakthaus mit 75m³ aus. Die Hälfte davon wären 37,5m³. Das entspräche einem Quader von 2,5 x 2.5 x 6 m. Bei 10 cm Wanddicke wäre das eine Innenmaße von 2,3 x 2,3 x 5,8 m und eine Wohnfläche von 13,3m². Zwei Container brächten es auf 26,6m”.

Ist man mit 2 m Innenhöhe zufrieden, dann käme man auf die Außenmaße von 2.5 x 2.2 x 6.8 m, Auf die Innenmaße von 2.3 x 2 x 6.6 m und eine Wohnfläche von 15,2m², also bei zwei Cotainern auf 30,4 m². 30 cm weniger Höhe bringen 4m² mehr.

Lässt man sich das Haus genehmigen, dann kann man auch andere Maße anfertigen, oder einfach mehrere 6-m-Container kombinieren.

Transport, Beladung

2 x 6m-Container bringt man gut auf einen LKW mit Anhänger und auf bestimmte Sattelzüge.

2 x 6.8m Container kriegt man nur auf bestimmte LKW mit Anhänger, aber nicht auf Sattelzüge.

Aber einen 6,8 m langen Container darf man auf einem PKW-Anhänger laden, bei entsprechender Zuladung. Ein Kompakthaus-Modul wiegt 2000-2500kg.

Bei LKW braucht man einen Autokran – Das wird teuer.

Bei einem PKW-Plattformahänger gäbe es eine günstigere Lösung: an den 4 Ecken des Containers wird eine Hebevorrichtung – ähnlich eines Wagenhebers – befestigt. Der Container wird leicht angehoben, der Plattformanhänger drunter vorgefahren und der Container abgelassen. Danach werden die Hebevorrichtungen abmontiert.

Bei mehrstöckigen Bau braucht man entweder einen Kran oder man baut den 2. Stock als Bausatz drauf. Das Material dazu passt in den EG-Container.

Will man eine ganze Siedlung bauen, dann ist LKW-Anlieferung und Autokran die beste Lösung.

Vorfertigung und Bausätze

Angeboten werden können folgende Fachwerk-Container:

(Preise vorläufig geschätzt)

Bausatz 15 m²

  • Rohbau-Skelett  ab 2000 Euro
  • mit Fenster und Türen ab 4000 Euro
  • Heizung/Klima plus 1500 €
  • Bad/Sanitär/Spüle ab plus € 750
  • Erweiterung auf 30m² ab 4000 €
  • Zusätzliche Fenster ab 250 €
  • Zusätzliche Terrassen-Türen ab 500 €
  • Terrassendach …

Fertigcontainer 15m²

  • mit Fenster und Türen ab 8000
  • Erweiterung auf 30 m² plus 8000
  • Heizung/Klima mit Einbau plus 2000 €
  • Sanitär und Spüle mit Einbau plus 1000 €
  • Küche mit Einbau ab 1500 €
  • Transport und Kran ab 1000 €
  • Div Erweiterungen wie zusätzliche Fenster, etc…. €
  • Terassendach
  • Sonderform höhere Raumhöhe

Alle Preise plus Mwst.

Mögliche Bauformen

  • Einzelcontainer 15m²
  • Doppelcontainer längs 2,5 x 13,6 m
  • Doppelcontainer parallel 5 x 6,8 m
  • Doppelcontainer Winkel 9.3 x 6,8 m
  • Doppelcontainer EG/OG mit Treppe intern 2,5 x 6.8 m, 4,4 m hoch
  • Einzelcontainer OG mit externer Treppe
  • Doppelcontainer OG mit externer Treppe (längs, parallel, Winkel)
  • Erweiterung auf drei oder vier Container pro Wohnung

Damit wären alle sinnvollen Kombinationen abgedeckt; die Änderungen an den verschiedenen Containertypen wären nur marginal. Es könnten Gebäude mit bis zu 4 Stockwerken errichtet werden. wobei die Obergeschosse nicht den Formen der unteren Geschosse folgen müssen. Sie könnten zum Beispiel zurückgesetzt sein und auf dem obersten Stock eine Art Penthouse darstellen.

***

Wer interesse an einem solchen Haus hat, ob klein oder ggroß, ob Selbstbau oder fertig, kann sich über das Kontakt-Formular mit uns in Kontakt setzen. Wir freuen uns darauf, eine preisgünstige und individuelle Lösung für Sie zu entwickeln und fertigen.

In Kürze folgt:

Eine Bildergalerie von unserem Musterhaus

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s