Warum ist Bauen so teuer? Teil 3 Energiesparen macht Häuser teurer

 

Teil 3 Energiesparen macht Häuser teurer

Es wird gerne behauptet, dass Dämmen und Technische Ausrüstung zum Energiesparen Kosten einspart.

Das kann bei manchen Kombinationen durchaus sinnvoll sein. In vielen Fällen ist die Armotisationszeit viel zu lange – manchmal länger als die durchschnittliche Lebensdauer.

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Dämmstoffe wie z.B. Styropor müssen am Ende Ihrer Lebenszeit auch noch entfernt, erneuert und als teurer Sondermüll entsorgt werden. Das wird nicht bei der Kalkulation angegeben. Immer wieder liest man von Schimmelbildung, keinen Energieeinsparungen und teuren Reparaturen.

Auch bilden sich gerne Algenbeläge auf gedämmtem Außenflächen, weil sie keine Sonnenwärme mehr aufnehmen. Um das zu verhindern, werden umweltschädliche Fungizide in den Putz eingearbeitet.

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Viele Dämmstoffe sind leicht entzündlich und erhöhen die Brandgefahr, wie man vom Großfeuer am Grenfell Tower in London erfahren musste.

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Thermische Solaranlagen rechnen sich nur bei Förderungen und Eigenleistung. Lassen Sie sich eine Anlage vom Installateur aufbauen, fallen pro m² 1500€ an Kosten an. Eine 10m²-Anlage mit 15000€ muss erst mal soviel Heizkosten einsparen. Es gibt Wartungskosten und nach 10-15 Jahren müssen die ersten Komponenten ausgetauscht werden.

Dasselbe gilt für Lüftungsanlagen mit Wärmetauscher und Filter, die regelmäßig gewartet werden müssen und auch Strom verbrauchen. Auch Energiegewinnung durch Wärmepumpen braucht hohe Anfangsinvestitionen.

PV-Solaranlagen haben sich nur deshalb rentiert, weil sie durch andere Stromkunden subventioniert wurden (seit 2000 hat sich der Strompreis verdreifacht). Anlagen mit Batteriespeicher lassen die Kosten auf über 60 ct. pro kWh  ansteigen, wenn man die Batterielebensdauer mit einbezieht.

Wirklich sparen kann man dagegen durch eine Etagengasheizung, kleine thermische Solaranlagen für Warmwasser im Sommer, lokale Wärmetauscher-Lüfter für spezielle Zimmer, preiswerte Wärmeschutz-Verglasungen, lokale, speziell abgestimmt Split-Klimaanlagen als Wärmepumpen-Heizung und gezielte, schimmel-verhindernde Innendämmung.

 

Am besten spart man Energie, indem man sie nicht verbraucht. 

Welche Zimmer muss ich wirklich beheizen? Und wann? Und mit welcher Temperatur? Wie groß ist mein Raumbedarf wirklich?

NaturRefugium Häuser haben sinnvoll aufeinander abgestimmte Komponenten, die preiswert sind, sich schnell amortisieren, leicht zu warten und auch zu entsorgen sind. Sie stellen auch bei Fehlbedienung keine Gefahr für die Haus-Substanz dar, wie das bei vielen neuen und renovierten Häusern der Fall ist.

 

 

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Warum ist Bauen so teuer? Teil 2: Der Perfektionswahn

Teil 2: Der Perfektionswahn

Sieht man neue oder renovierte Häuser, sehen sie alle so aus, wie aus dem Hochglanzprospekt von Playmobil: Perfekte, glatte Flächen, hochglänzende Dächer und Details, knallige Farben. Kommen diese Häuser in die Jahre, merkt man diesen diese paar Jahre sofort an.

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Und diese Perfektion zu erzeugen braucht man vorgefertigte Bauteile und spezielle Systeme. Nichts darf arbeiten, alles muss starr und fest sein. Das Erzeugen großer glatter Flächen ist aufwendig und kann nur oft von Spezialfirmen erzeugt werden.

Dazu kommt noch der Anspruch, jeweils den höchsten technischen Standard und eine dementsprechende Ausrüstung zu verwenden – die aber oft schon nach wenige Jahren veraltet ist.

Frühere Häuser wurden für Jahrhunderte konzipiert – und man kann sie auch heute noch bewohnen und sich in ihnen wohlfühlen.

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NaturRefugium konzipiert Häuser so, dass sie nicht nur einfach zu bauen sind, sondern auch einfach zu warten sind. Perfektion ist nicht gefragt; die Verbindung der Bauteile deckt größere Toleranzen ab und lässt Bewegungen zu. Kleine Unregelmäßigkeiten in den Oberflächen tragen zur Lebendigkeit und Individualität bei.

Die Bausätze von NaturRefugium brauchen keine Vorfertigung in Werkstätten. Die Materialien kommen direkt vom Hersteller auf die Baustelle. Z.B. können die Balken für unsere Häuser einfach bei einem nahen Sägewerk auf Maß zugeschnitten werden und direkt sägerauh an die Baustelle geliefert werden. Oberflächenbearbeitung wie Hobeln oder Schleifen geschieht nur dann, wenn gewünscht – an den sichtbaren Stellen.

Übrigens: Sägerauhes Holz trocknet Feuchtigkeit viel schneller ab. Unsere Häuser sind so konstruiert, dass die Balken nicht industriell getrocknet werden müssen. Ein Schwund beim Trocknen macht unseren Häusern nicht aus – sie können das abpuffern.

Das System der direkten und schnellen Zulieferung und der sparsamen Bearbeitung erspart eigene Werkstätten und immense Kosten. Interessanterweise können diese recht grob gefügten Häuser mehrere hundert Jahre halten – so wie ihre Vorbilder, die historischen Fachwerkhäuser auch.

 

 

 

Wohnungen lebenswert gestalten – Die Wohnküche als Begegnungs- und Arbeitsort

Als die Menschen wohlhabender wurden und sich Dienstboten leisten konnten, wurde die Küche als schmutziger Arbeitsplatz von den Wohnbereichen separiert. Als es dann keine Dienstboten mehr gab, wurde dies Aufteilung beibehalten und die Hausfrau schlüpfte in die Dienstboten-Rolle. Inzwischen löst sich das etwas auf, aber auch bei einer Wohnküche wird noch oft zwischen Koch- und Wohnbereich unterschieden. Und die Dientboten-Rolle wird etwas beibehalten.

In den Bauern- und Farmhäusern geschah das Wohnen oft in einem großen Raum mit einem Feuer als Mittelpunkt, das wärmte und zum Kochen gleichermaßen verwendet wurde – und auch optisch ein Vergnügen und ein Mittel zur Entspannung war. In diesem großen Raum wurde gegessen, gearbeitet, gespielt und geredet.

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In die Bauernküche kommen die Kinder zum Lernen, Basteln und Studieren, obwohl jeder ein eigenes Zimmer hat. Wer Ecken, Nischen und Fensterplätze anbietet, sowie mehrere Lese- und Arbeitsplätze, an denen man auch mal etwas liegen lassen kann – oder schnell wegräumen kann – der macht die Wohnküche zum einem lebendigen Brennpunkt des Familienlebens.

In einer Wohnküche machen verschiedene Details und Muster das Wohnen noch schöner und Menschen-gerechter. Hier folgt eine Auswahl davon:

 

Arbeitsplatz am Fenster

Anstatt einem Brett vorm Kopf – nämlich von Hängeschränken – einen Ausblick nach draußen. Natur, Nachbarschaft, Garten, Licht – das alles macht das Arbeiten leichter und entspannter.

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Sitzplatz am Fenster

Einen Sitzplatz für einige wenige Menschen so gestalten, dass der Blick ins Freie fallen kann. Wohltuend, wenn es eine Blickachse zu einem schönen Ort gibt.

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Gefiltertes Licht

Kletterpflanzen am Rande des Fensters dämpfen das Licht, verändern seine Farbe und verhindern, dass es ins Zimmer hereinknallt. Auch Markisen über den Fenstern können dem Licht eine angenehme Tönung geben. Regale vor Fenstern können auch ein Lichtbrecher sein.

Je nach Wetter und Jahreszeit müssen diese Filter angepasst werden.

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Der Zen-Blick

Ein Mönch lebte in einen Haus mit Blick auf das Meer. Doch ging kein Fenster dorthin. Das Meer konnte man nur dann sehen, wenn man über den Hof ging und an einer Lücke in der Hofmauer vorbeiging. Dadurch blieb der Meerblick immer etwas Neues und Besonderes.

Durch riesige Fenster wird die Gegend draußen zur Gewohnheit wie eine Fototapete. Durch Gestaltung des Außenbereichs in vielen Ebenen und durch relativ kleine Fenster mit Sprossen sieht man nie das ganze Bild, sondern man muss sich hin und herbewegen, um alles zu überblicken. So bleibt das Draußen lebendig mit immer neuen Aspekten.

 

Regale vor Fenstern

Wer große Fensterscheiben ohne Sprossen hat, kann ersatzweise schmale Regale vor den Fenstern anbringen – Immer auf der Seite, wo der Fensterflügel wegschwenkt. Dort können Gebrauchs- oder Ziergegenstände oder kleine Pflanzen hineingestellt werden – ohne das komplette Fenster zu verdecken.

Sind Regale auf der Innenseite und lassen die Fenster nach innen öffnen, lassen sie sich durch Scharniere wegschwenken oder auf Schienen wegschieben. Solche Regale können mit einer zusätzlichen Glasscheibe kombiniert werden, um die Wärmedämmung zu erhöhen.

 

Der gemeinsame Tisch

An einem großen Tisch kann man zusammen essen, aber auch viele gemeinsame Dinge machen. Wichtig ist, dass man einen guten Zugang zu allen Seiten hat. Dazu ist es gut, wenn Beine nach innen versetzt sind, so dass man – vor allem bei einer Eckbank – gut herumrutschen und sich bei vielen Gästen gleichmäßig verteilen kann.

 

Das Fach unter den Arbeitsflächen

Sehr oft kommt es vor, dass eine Arbeit noch nicht beendet ist, oder dass Lesestoff, Laptops oder Arbeitsmittel auf dem Tisch liegen und im Weg sind – oder einfach unaufgeräumt aussehen. Hilfreich ist hier ein Fach unter der Tischplatte und den Arbeitsplätzen, knapp 10 Zentimeter hoch. Hier kann man mit einem Griff schnell alle größeren Gegenstände verstauen. Für kleinere Dinge ist eine Schublade mit Unterteilungen hilfreich.

 

Stauplatz für Arbeitsmittel

Die wenigsten Menschen arbeiten gerne allein und arbeiten gerne im gemeinsamen Wohnbereich. Man kann dort auch die schriftlichen Angelegenheiten der Familie regeln.

Für größere Arbeitsmittel kann man daher entsprechende Stauräume einrichten. Eine Nähmaschine kann man aus einer Tischplatte herausklappen lassen. Hängeregister lassen sich in Klappen unter Sitzflächen verstauen. Unter Eckbänken lassen sich Regale einrichten. Ein Esstisch kann in der Mitte eine Klappe für einen Kasten darunter haben – oder Schubladen auf langen Schienen.

Bei allem ist es wichtig, dass man eine schnellen Zugriff zum Hin- und Wegräumen hat.

 

Regale, einen Gegenstand tief

Tiefe Schränke und Regale machen das Aufräumen schwer – man muss viel herumräumen und suchen. Sind die Regale nur so tief, wie der Gegenstand, der darin aufbewahrt werden soll, geht das Aufräumen und Finden leicht von der Hand. Gegenstände, die man fast nie braucht, kann man in Kisten ganz oben verstauen; und dort können die Regalbretter tiefer sein. Dadurch werden auch die Raumecken abgerundet.

 

Ein zentraler Platz für eine Feuerstelle

Von Natur aus ist der Mensch vom Feuer fasziniert und fühlt sich hingezogen. Sich auf seinem bequemen Lieblingsplatz hinkuscheln, die Flammen beobachten, leise Musik hören oder sich unterhalten oder ein Buch lesen – das ist eine Alternative zum Wohnzimmer-beherrschenden Fernsehschirm. Von einer solchen Atmosphäre fühlen sich auch andere Bewohner und Gäste angezogen und kommen gerne herbei.

Eine preiswerte Alternative für eine Kamin ist ein Kaminofen. Auch ganz preiswerte Modelle erfüllen die Abgasvorschriften und sind bei richtiger Bedienung lange haltbar – die Unterschiede sind nur Äußerlich. Kaminöfen kann man auch mit einem kleinen Spalt ummauern – dadurch überheizt der Raum weniger und die Mauer speichert die Wärme für lange Zeit.

Schön ist es, wenn auch ohne Feuer die Feuerstelle ein attraktiver Blickfang in der Raummitte ist. Möglicherweise kann dort auch ein mit Alkohol betriebener Kamin-Einsatz für gemütliche Sommerabende eingefügt werden – oder ganzjährig für Häuser mit Zentralheizung.

Moderne Kachelöfen individuell geplant - Ries Steinau

 

Lieblingssitzplätze

Gerne stattet man Wohnzimmer mit uniformen Stühlen oder Sofas aus. Wie aber wäre es, wenn jeder sich seinen Lieblings-Sitzplatz oder Stuhl auswählt? Idealerweise stehen diese im Halbkreis um den Feuerplatz. Bei einem kleinen Raum könne auch eine Polsterecke oder eine gut gepolsterte, individuell gefertigte Eckbank ein Teil dieser Lieblingsplätze sein.

 

Lichtinseln

Im Gegensatz zu großzügig ausgeleuchteten Räumen fühlt man sich bei keinen Lichtinseln wohl, die den jeweiligen Platz nur soweit ausleuchten, wie man es braucht.

Zwei Menschen, die sich in einer Ecke unterhalten die nur für sie ausgeleuchtet ist, fühlen sich vertrauter. Wer ein Buch liest, kann ab und zu zum Kaminfeuer hinsehen und es genießen.  Dasselbe gilt für den Esstisch oder eine Arbeitsfläche. Das Streulicht braucht nur ausreichend zu sein, um gefahrlos im Raum herumgehen zu können

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Platz für Gäste

In vielen Weltgegenden ist es üblich dass man mit Gästen solange zusammensitzt, bis man müde ist. Dann legen sie diese einfach hin – auf gepolsterten Sofas oder anderen Liegeflächen. Man kann zum Beispiel Eckbänke so gestalten, dass die Sitzflächen zu Liegeflächen verbreitert werden. Decḱen und Kissen für solche Gelegenheiten kann man in Kästen unter Stitzflächen verstauen.

 

Multimedia

Der Fernseher als Dauerberieselungs-Mittel zerstört die Atmosphäre der Wohnküche. Hilfreich dagegen ist eine gute Musikanlage zum bewussten Hören der Lieblingsmusik.

Falls man doch ab und zu gemeinsam einen Film anschauen will, empfiehlt sich eine Leinwand an der Decke, die man ausziehen kann und ein Beamer. Alternativ ein Bildschirm hinter einer Schiebewand.

Wie alle anderen Dinge, soll der Mediengenuss ausgewählt und bewusst geschehen und damit wertvoller werden.

Warum ist bauen so teuer? Teil 1

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Um eine durchschnittliche Immobilie zu bekommen, muss man rund 1500 € pro m² Wohnraum anlegen – plus Grundstückskosten. Dafür bekommt man ein Standardhaus aus den Baukatalogen der entsprechenden Anbieter und entsprechend dem jeweiligen Zeitgeschmack.

Will man etwas besonderes, individuell Geplantes, wird es entsprechend teuer.

Zur Auswahl stehen geklonte Wohnungen in einem Wohnblock oder einer Wohnanlage oder Doppel-/Reihenhaus oder ein Einfamilienhaus auf einem Grundstück.

Was fehlt, ist ein harmonisches Gesamtbild, gemeinschaftbildende Elemente und echte Individualität. Mit letzterem ist nicht der würfelförmige Wohnbunker mit riesigen Glasflächen gemeint und auch nicht das Zuckerbäckerschlösschen mit Retroelementen. Harmonie und Individualität findet man vielmehr in den alten Städten und Dörfern, wie z.B. in Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Jedes Haus ist anders – und passt trotzdem zu den anderen.

Doch nun zu den Baukosten.

Teil 1: Nichts für Selbermacher

Der erste Grund: Häuser können nur noch von Spezialisten und Baufirmen gebaut werden, und nicht mehr von Privatpersonen. Die Bauteile sind zu schwer und zu kompliziert und man braucht ein Heer von unterschiedlichen Spezialisten, um das alle zusammen zufügen.

Die Bauteile und Bauprozesse haben eine scheinbare Kompliziertheit. Das zeigt sich dann auch im späteren Instandhalten. Ein Riss in der Fassade, ein Undichtheit im Dämmsystem oder ein Wasserschaden ziehen riesige Reparaturmaßnahmen nach sich.

Wo man bei Fachwerkhäusern schnell einen Balken auswechseln oder eine Gefachung anstreichen konnte, ist nun eine komplette Einrüstung und ein großflächige Reparatur notwendig, die in die Zehntausende Euro geht.

Die Baumaterialien machen oft weniger als die Hälfte der Baukosten aus. Häuser, die so aufgebaut sind, dass sie relativ schnell in Eigenregie gebaut werden können, bergen ein immenses Sparpotential.

Wir von NaturRefugium entwickeln Häuser, die ohne große Maschinen von mäßig begabten Heimwerkern gebaut werden können – und zwar langlebig und mit solider Substanz.

Infos zu unseren Projekten und zukünftigen Vorhaben findest Du in diesem Blog und auf www.meinkompakthaus.de.

 

Keine Bilder von NaturRefugium Häusern?

Keine Bilder von NaturRefugium Häusern?

 

Wir haben schon oft Anfragen von Besuchern bekommen, warum es keine Bilder von NaturRefugium Häusern gibt. Hier einige Antworten und dann doch noch Hinweise wo und wann es Bilder gibt.

 

  1. Wir sind erst am Anfang unseres Projekts und haben noch nicht viele Häuser fertiggestellt. Unser Kompakthaus findet man auf der Site www.meinkompakthaus.de
  2. Das meiste haben wir bei der Restaurierung und Umgestaltung des zum Abriss freigegebenen Simmelsdorfer Hirtenhauses gelernt. Bilder davon auf www.hirtenhaus.blogspot.com
  3. Das typische NaturRefugium Haus gibt es nicht. NaturRefugium Häuser können jede Form und jeden Stil einnehmen. Sie können jede Art der Wandgestaltung bekommen. Die Idee ist, das Haus am Ort zu planen und entstehen zu lassen, ganz individuell und doch zur Umgebung passend. Wichtig sind aber vor allem zuerst die Räume und deren Anordnung zueinander. Wir quetschen keine Zimmeraufteilung in Quadrate oder Rechtecke. Wir lassen mit Ihnen so ein Haus wachsen… am besten live auf ihrem Grundstück.
  4. Weil manche Menschen zu Beginn etwas Probleme haben, sich so ein Haus vorzustellen, werden wir demnächst einige Grundrisse und Ansichten als Anschauungsmaterial bringen.
  5. Wir werden auch existierende moderne und historische Häuser als Beispiel-Bildmaterial bringen.

 

Wie weit ist NaturRefugium?

Wie weit ist NaturRefugium?

 

NaturRefugium steht erst am Anfang seiner Tätigkeit. Aber seit 25 Jahren beschäftigen wir uns als Quereinsteiger mit dem Thema Naturnahes Bauen. Neben der Restaurierung und Umgestaltung von zwei alten Bauerhäusern, dem Grafen-Anwesen in Oberndorf und dem Hirtenhaus in Simmelsdorf gab es auch mehrere Experimentalbauten.

 

Bei einem 7-jährigen Aufenthalt in Tansania, Ostafrika entstanden mehrere Unterkünfte, Werkstatt-, Stall und Wirtschaftsgebäude. In Simmelsdorf wurde auf dem Grundstück des Hirtenhauses ein kleines Kompakthaus nach den Grundsätzen eines NaturRefugiumHauses errichtet. Dabei wurden alle statischen, planerischen und handwerkliche Tätigkeiten angewandt. Das Kompakthaus wurde im Winter mit Gas beheizt, mit einem Kostenaufwand von weniger als 200€.

 

Die Idee für das NaturRefugium Haus entstand allerdings konkret bei der Restauration und liebevollen Umgestaltung des Simmelsdorfer Hirtenhauses. Dort wurde die vereinfachte Fachwerk-Konstruktion mit bauaufsichtlich zugelassenen Konstruktionsschrauben das erste Mal ausprobiert. Die Festigkeit ist dabei wesentlich höher als beim herkömmlichen Fachwerkbau und in alle Richtungen, also auch auf Zug, vorhanden. Vereinfacht bedeutet nur die Verarbeitung. Auf Wunsch sind auch aufwändige Fachwerkkonstuktionen mit viel Zierelementen wie bei historischen Häuser möglich.

Wie wird ein schönes Grundstück im Außenbereich zu Bauland?

Anmerkung: Es ist schwer, auf dieser Website Artikel mit vielen Bidern zu veröffentlichen. Daher finden Sie diesen Artikel mit Bildern auf https://naturrefugium.blogspot.de/

Wie wird ein schönes Grundstück im Außenbereich zu Bauland?

Oder: Kann man überhaupt im Grünen bauen?

 

Die Antwort lautet: In Deutschland im Prinzip nein. Denn eine klare Zielsetzung in Deutschland ist es Zersiedelung zu vermeiden. Wenn jeder auf einem schönen Stückchen Landschaft bauen dürfte, dann wären bald alle schönen Stellen im Land mit Gebäuden zugekleckert. Möglicherweise hätte dann der Bewohner einen schönen Ausblick. Ob aber das Gebäude die Gegend wirklich verschönert oder verbessert, das ist die große Frage. Und an den schönen Ausblick gewöhnt man sich – er wird sozusagen zur Tapete.

 

Auch das Wort Ökosiedlung steht nicht dafür, dass es schön ausschaut.

 

Hier schwankten die Architekten anscheinend zwischen Massenfertigung und “auf jeden Fall auffallen”.

 

Dass auch gerade durch eine engen Bebauung ein Grundstück erst schön und lebenswert wird, sieht man am ehemaligen Fischerdorf in Bamberg.

 

Jedes Gebäude ist ein Unikum, und trotzdem passt alle zusammen – und auch zur Natur – auf wenigen Quadratmetern. Die Erbauer haben sich offenbar viel Gedanken gemacht, was Schön bedeutet.

 

Das nur nebenbei. Demnächst werde ich auch noch einige Artikel darüber schreiben:

  • Der Zen-Blick
  • Das Land reparieren und heilen
  • Ganzheit beim Bauen

 

Nun aber zurück zu unserer Fragestellung: Kann man noch irgendwo im Grünen oder in der Natur bauen? Ja, es gibt da einige Möglichkeiten. Aber die sind begrenzt.

 

Gebäude-Ersatz

Steht schon ein Gebäude alleine in der Natur, dann kann es, wenn es baufällig ist, oder nicht unter Denkmalschutz steht, ersetzt werden – durch ein ähnliches Gebäude. Dafür kommen alte Villen, Aussiedlerhöfe oder Einzelgehöfte in Frage. Aber auch hierwird oft zwischen Baugrund und Garten bzw. Landwirtschaftlicher Fläche unterschieden. und auf letzteren darf nicht gebaut werden.

 

Landwirtschaftliches Wohngebäude

Soll ein landwirtschaftliches Grundstück genutzt werden und ist dazu ein neues bäuerliches Anwesen notwendig, dann kann es möglicherweise mit einem Wohnhaus genehmigt werden – aber es muss dann auch bewirtschaftet werden.

 

In der Nachbarschaft von kleinen Weilern und Dörfern

Um neue Einwohner zu gewinnen, erlauben manche Gemeinden, dass in entlegenen Ortsteilen im Anschluss an diebestehenden Häuser gebaut werden kann. Man ist dann sozusagen an drei Seiten von der Natur umgeben.

 

Ein touristisch genutztes Anwesen

Wenn es für den Fremdenverkehr und die Attraktivität der Gemeinden sinnvoll ist, werden manchmal Gebäude auch in der Natur genehmigt – mit einem bestimmten Wohnanteil.

 

Was eher nicht geht

Dass man irgendwo in einem schönen Tal mit wunderbarem Ausblick ein preiswertes Grundstück findet und dort bauen darf – und ungestört von der restlichen Zivilisation wohnen darf – da ist eher ein Lotto-Sechser wahrscheinlich. Nötig ist der Gewinn auch, wenn man klamme Gemeindekassen sponsoren will, damit man dann doch noch sowas genehmigt kriegt. Also eher was Neureiche mit Geldüberschuss im Zusammenhang mit für Geldsegen offenen Gemeinden.

 

Das heute Übliche

Was wahrscheinlicher ist: dass irgendwo am Ortsrand ein Baugebiet entwickelt und erschlossen wird, mit Kanalisation und Straßen, etc. Und das ganze dann in Parzellen aufgeteilt und verkauft wird. In diese werden dann die üblichen Standardprodukte der Bauindustrie nach der gerade vorherrschenden Mode gestellt – z.Zt sind gerade bodentiefe Fenster in jedem Zimmer und sogar im Bad en vouge.

 

Doch das ist ja gerade das, was wir nicht wollen: Durch die Entwickung und Erschließung sind die Grundstücke teuer geworden. Jeder versucht sich auf seiner Parzelle zu verwirklichen ohne auf das Ganze und den Zusammenhang zu achten. Durch Zaun und Hecke versucht man sich abzugrenzen. Durch die Abstandsflächen ringsum wird viel Land vergeudet. Und die Gebäude, Straßen und Plätze selbst versiegeln den Grund.  

 

Was wäre eine andere Lösung?

Möglich wäre eine Naturwohnsiedlung, die als ganze Fläche vorgesehen ist. Die Erschließung beinhaltet nur eine leicht befestigte Kfz-Parkmöglichkeit für mehrere Wohneinheiten. Die Fläche wird durch Fußwege erschlossen, mit Befahrbarkeit bei bestimmten Gelegenheiten wie Umzug oder Bautätigkeiten. Kanalisation wird so angeschlossen, dass jeweils der nächste Neubau drangehängt werden kann. Die Gebäude entwickeln sich harmonisch im Zusammenhang, wobei einzelstehende Häuser und auch Gebäudegruppen als ein Wohnhof entstehen können. Auch Erdbauten oder Gebäude mit Erddach sind möglich. Durch entsprechende naturnahe Bebauung und Gestaltung können Ausgleichsflächen vermieden werden.

 

Menschen mit Bedürfnis nach Nachbarschaft und Gemeinschaft könnten in Wohnhöfen um einen gemeinsamen Platz leben. Menschen, die mehr Ruhe und Abgeschiedenheit lieben, in unauffällig in die Landschaft eingebetteten Erdhäusern, wobei der Garten auch über den Häusern liegt.

 

Bei der Bebauung wird darauf geachtet, dass gerade die schönsten Stellen des Geländes erhalten bleiben und die errichteten Gebäude und Anlangen das Grundstück verschönern und aufwerten. Die dynamische Erweiterung des Grundstücks geschieht durch einen gemeinsamen Prozess zwischen allen Bewohnern und dem Betreiber der Anlage. Neue Bewohner erhalten den Zuschlag für das Land erst nach der grundsätzlichen Planung ihres Hauses. Auch die Gemeinde und die anderen Ortsbewohner könnten sich eventuell mit Vorschlägen beteiligen.

 

Gemeinschaftsfördernd und möglich wären auch eine Ladengaststätte und Werkstätten für Kunsthandwerker. Letztlich aber bestimmen die Bewohner die Entwicklung – mit dem Wissen und der Erfahrung, die sie erwerben, wird sich das Gelände ganz individuell entwickeln.

 

Natursiedlung mit Eigenerzeugung

Eine Möglichkeit wäre auch eine Natursiedlung wie bei

http://transition-darmstadt.de/projekte/natursiedlung/

wobei hier die garten- oder landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Fläche im Vordergrund steht. Jeder bewirtschaftet ca. ein Tagwerk/Morgen an Fläche. Inwieweit das realistisch und finanziell machbar ist, muss erst noch erwiesen werden.