Keine Bilder von NaturRefugium Häusern?

Keine Bilder von NaturRefugium Häusern?

 

Wir haben schon oft Anfragen von Besuchern bekommen, warum es keine Bilder von NaturRefugium Häusern gibt. Hier einige Antworten und dann doch noch Hinweise wo und wann es Bilder gibt.

 

  1. Wir sind erst am Anfang unseres Projekts und haben noch nicht viele Häuser fertiggestellt. Unser Kompakthaus findet man auf der Site www.meinkompakthaus.de
  2. Das meiste haben wir bei der Restaurierung und Umgestaltung des zum Abriss freigegebenen Simmelsdorfer Hirtenhauses gelernt. Bilder davon auf www.hirtenhaus.blogspot.com
  3. Das typische NaturRefugium Haus gibt es nicht. NaturRefugium Häuser können jede Form und jeden Stil einnehmen. Sie können jede Art der Wandgestaltung bekommen. Die Idee ist, das Haus am Ort zu planen und entstehen zu lassen, ganz individuell und doch zur Umgebung passend. Wichtig sind aber vor allem zuerst die Räume und deren Anordnung zueinander. Wir quetschen keine Zimmeraufteilung in Quadrate oder Rechtecke. Wir lassen mit Ihnen so ein Haus wachsen… am besten live auf ihrem Grundstück.
  4. Weil manche Menschen zu Beginn etwas Probleme haben, sich so ein Haus vorzustellen, werden wir demnächst einige Grundrisse und Ansichten als Anschauungsmaterial bringen.
  5. Wir werden auch existierende moderne und historische Häuser als Beispiel-Bildmaterial bringen.

 

Wie weit ist NaturRefugium?

Wie weit ist NaturRefugium?

 

NaturRefugium steht erst am Anfang seiner Tätigkeit. Aber seit 25 Jahren beschäftigen wir uns als Quereinsteiger mit dem Thema Naturnahes Bauen. Neben der Restaurierung und Umgestaltung von zwei alten Bauerhäusern, dem Grafen-Anwesen in Oberndorf und dem Hirtenhaus in Simmelsdorf gab es auch mehrere Experimentalbauten.

 

Bei einem 7-jährigen Aufenthalt in Tansania, Ostafrika entstanden mehrere Unterkünfte, Werkstatt-, Stall und Wirtschaftsgebäude. In Simmelsdorf wurde auf dem Grundstück des Hirtenhauses ein kleines Kompakthaus nach den Grundsätzen eines NaturRefugiumHauses errichtet. Dabei wurden alle statischen, planerischen und handwerkliche Tätigkeiten angewandt. Das Kompakthaus wurde im Winter mit Gas beheizt, mit einem Kostenaufwand von weniger als 200€.

 

Die Idee für das NaturRefugium Haus entstand allerdings konkret bei der Restauration und liebevollen Umgestaltung des Simmelsdorfer Hirtenhauses. Dort wurde die vereinfachte Fachwerk-Konstruktion mit bauaufsichtlich zugelassenen Konstruktionsschrauben das erste Mal ausprobiert. Die Festigkeit ist dabei wesentlich höher als beim herkömmlichen Fachwerkbau und in alle Richtungen, also auch auf Zug, vorhanden. Vereinfacht bedeutet nur die Verarbeitung. Auf Wunsch sind auch aufwändige Fachwerkkonstuktionen mit viel Zierelementen wie bei historischen Häuser möglich.

Wie wird ein schönes Grundstück im Außenbereich zu Bauland?

Anmerkung: Es ist schwer, auf dieser Website Artikel mit vielen Bidern zu veröffentlichen. Daher finden Sie diesen Artikel mit Bildern auf https://naturrefugium.blogspot.de/

Wie wird ein schönes Grundstück im Außenbereich zu Bauland?

Oder: Kann man überhaupt im Grünen bauen?

 

Die Antwort lautet: In Deutschland im Prinzip nein. Denn eine klare Zielsetzung in Deutschland ist es Zersiedelung zu vermeiden. Wenn jeder auf einem schönen Stückchen Landschaft bauen dürfte, dann wären bald alle schönen Stellen im Land mit Gebäuden zugekleckert. Möglicherweise hätte dann der Bewohner einen schönen Ausblick. Ob aber das Gebäude die Gegend wirklich verschönert oder verbessert, das ist die große Frage. Und an den schönen Ausblick gewöhnt man sich – er wird sozusagen zur Tapete.

 

Auch das Wort Ökosiedlung steht nicht dafür, dass es schön ausschaut.

 

Hier schwankten die Architekten anscheinend zwischen Massenfertigung und “auf jeden Fall auffallen”.

 

Dass auch gerade durch eine engen Bebauung ein Grundstück erst schön und lebenswert wird, sieht man am ehemaligen Fischerdorf in Bamberg.

 

Jedes Gebäude ist ein Unikum, und trotzdem passt alle zusammen – und auch zur Natur – auf wenigen Quadratmetern. Die Erbauer haben sich offenbar viel Gedanken gemacht, was Schön bedeutet.

 

Das nur nebenbei. Demnächst werde ich auch noch einige Artikel darüber schreiben:

  • Der Zen-Blick
  • Das Land reparieren und heilen
  • Ganzheit beim Bauen

 

Nun aber zurück zu unserer Fragestellung: Kann man noch irgendwo im Grünen oder in der Natur bauen? Ja, es gibt da einige Möglichkeiten. Aber die sind begrenzt.

 

Gebäude-Ersatz

Steht schon ein Gebäude alleine in der Natur, dann kann es, wenn es baufällig ist, oder nicht unter Denkmalschutz steht, ersetzt werden – durch ein ähnliches Gebäude. Dafür kommen alte Villen, Aussiedlerhöfe oder Einzelgehöfte in Frage. Aber auch hierwird oft zwischen Baugrund und Garten bzw. Landwirtschaftlicher Fläche unterschieden. und auf letzteren darf nicht gebaut werden.

 

Landwirtschaftliches Wohngebäude

Soll ein landwirtschaftliches Grundstück genutzt werden und ist dazu ein neues bäuerliches Anwesen notwendig, dann kann es möglicherweise mit einem Wohnhaus genehmigt werden – aber es muss dann auch bewirtschaftet werden.

 

In der Nachbarschaft von kleinen Weilern und Dörfern

Um neue Einwohner zu gewinnen, erlauben manche Gemeinden, dass in entlegenen Ortsteilen im Anschluss an diebestehenden Häuser gebaut werden kann. Man ist dann sozusagen an drei Seiten von der Natur umgeben.

 

Ein touristisch genutztes Anwesen

Wenn es für den Fremdenverkehr und die Attraktivität der Gemeinden sinnvoll ist, werden manchmal Gebäude auch in der Natur genehmigt – mit einem bestimmten Wohnanteil.

 

Was eher nicht geht

Dass man irgendwo in einem schönen Tal mit wunderbarem Ausblick ein preiswertes Grundstück findet und dort bauen darf – und ungestört von der restlichen Zivilisation wohnen darf – da ist eher ein Lotto-Sechser wahrscheinlich. Nötig ist der Gewinn auch, wenn man klamme Gemeindekassen sponsoren will, damit man dann doch noch sowas genehmigt kriegt. Also eher was Neureiche mit Geldüberschuss im Zusammenhang mit für Geldsegen offenen Gemeinden.

 

Das heute Übliche

Was wahrscheinlicher ist: dass irgendwo am Ortsrand ein Baugebiet entwickelt und erschlossen wird, mit Kanalisation und Straßen, etc. Und das ganze dann in Parzellen aufgeteilt und verkauft wird. In diese werden dann die üblichen Standardprodukte der Bauindustrie nach der gerade vorherrschenden Mode gestellt – z.Zt sind gerade bodentiefe Fenster in jedem Zimmer und sogar im Bad en vouge.

 

Doch das ist ja gerade das, was wir nicht wollen: Durch die Entwickung und Erschließung sind die Grundstücke teuer geworden. Jeder versucht sich auf seiner Parzelle zu verwirklichen ohne auf das Ganze und den Zusammenhang zu achten. Durch Zaun und Hecke versucht man sich abzugrenzen. Durch die Abstandsflächen ringsum wird viel Land vergeudet. Und die Gebäude, Straßen und Plätze selbst versiegeln den Grund.  

 

Was wäre eine andere Lösung?

Möglich wäre eine Naturwohnsiedlung, die als ganze Fläche vorgesehen ist. Die Erschließung beinhaltet nur eine leicht befestigte Kfz-Parkmöglichkeit für mehrere Wohneinheiten. Die Fläche wird durch Fußwege erschlossen, mit Befahrbarkeit bei bestimmten Gelegenheiten wie Umzug oder Bautätigkeiten. Kanalisation wird so angeschlossen, dass jeweils der nächste Neubau drangehängt werden kann. Die Gebäude entwickeln sich harmonisch im Zusammenhang, wobei einzelstehende Häuser und auch Gebäudegruppen als ein Wohnhof entstehen können. Auch Erdbauten oder Gebäude mit Erddach sind möglich. Durch entsprechende naturnahe Bebauung und Gestaltung können Ausgleichsflächen vermieden werden.

 

Menschen mit Bedürfnis nach Nachbarschaft und Gemeinschaft könnten in Wohnhöfen um einen gemeinsamen Platz leben. Menschen, die mehr Ruhe und Abgeschiedenheit lieben, in unauffällig in die Landschaft eingebetteten Erdhäusern, wobei der Garten auch über den Häusern liegt.

 

Bei der Bebauung wird darauf geachtet, dass gerade die schönsten Stellen des Geländes erhalten bleiben und die errichteten Gebäude und Anlangen das Grundstück verschönern und aufwerten. Die dynamische Erweiterung des Grundstücks geschieht durch einen gemeinsamen Prozess zwischen allen Bewohnern und dem Betreiber der Anlage. Neue Bewohner erhalten den Zuschlag für das Land erst nach der grundsätzlichen Planung ihres Hauses. Auch die Gemeinde und die anderen Ortsbewohner könnten sich eventuell mit Vorschlägen beteiligen.

 

Gemeinschaftsfördernd und möglich wären auch eine Ladengaststätte und Werkstätten für Kunsthandwerker. Letztlich aber bestimmen die Bewohner die Entwicklung – mit dem Wissen und der Erfahrung, die sie erwerben, wird sich das Gelände ganz individuell entwickeln.

 

Natursiedlung mit Eigenerzeugung

Eine Möglichkeit wäre auch eine Natursiedlung wie bei

http://transition-darmstadt.de/projekte/natursiedlung/

wobei hier die garten- oder landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Fläche im Vordergrund steht. Jeder bewirtschaftet ca. ein Tagwerk/Morgen an Fläche. Inwieweit das realistisch und finanziell machbar ist, muss erst noch erwiesen werden.

 

Ein NaturRefugium Haus entsteht. Teil 7: Die Innenwände

Innenwände

Die Innenwände eines NaturRefugium Hauses können flexibel eingebaut werden und auch immer wieder Umgestaltet werden. Frei im Raum gebaute Wände bestehen aus einem Decken- und einem Bodenstollen, (eine Art dicke Latte), die schalldämmend mit dem Boden verschraubt wird. Darauf wird eine Wändvertäfelung verschraubt, federnd aufgehängt und nur oben und unten (Decke und Boden) verschraubt. In den Innenraum kann eine zusätzliche Dämmmatte eingelegt werden. Auch Elektrokabel können hier eingelegt werden. Zum Schluss werden alle Ränder mit Leisten abgedeckt. Diese Deckleisten können auch Kabel und Leitungen aufnehmen, oder auch eine Fußleistenheizung.

 

Für die Vertäfelung gibt es verschiedene Materialien, die nach Bedarf auch schwerere Lasten aufnehmen können. Es können normale Vollholz-Türen oder auch Schiebetüren eingebaut werden. Letztere eignen sich vor allem, wenn man zwei Räume für größere Feste oder Besuch miteinander verbinden will.

 

Wer schwere, wärmespeichernde und schalldämmende Innenwände möchte, dem empfehlen wir Fachwerkwände, mit massiven Ziegelsteinen oder Mauersteinen ausgemauert. Diese sind einfach zu errichten und können auch dekorativ sichtbar bleiben. Wenn gebrauchte Mauersteine vorhanden sind, ist das bei Eigenleistung eine sehr preiswerte Möglichkeit, die auch immer wieder flexibel verändert werden kann.

 

Wände können auch für den späteren Einbau von Türen vorbereitet werden, wenn man z.B.flexibel zwei Wohnungen miteinander verbinden will.

Ein NaturRefugium Haus entsteht. 6. Teil: Außenwände Außenseiten

Nun werden Zwischenräume im Fachwerk ausgefacht. Dazu haben wir verschiedene Methoden:

 

Ausmauern mit Mauersteinen oder auch mit Natur- oder Bruchsteinen

Dazu werden Leisten in der Mitte der Innenseite der Fachwerksbalken befestigt. Sie erhöhen die Winddichitigkeit und verhindern das Herauskippen der Ausfachungen aus den Gefachen. Gemauert wird mit Kalkzement- oder Luftkalk-Mörtel. Die Mauersteine können sichtbar bleiben oder verputzt werden. Alternativ kann das Fachwerk überputzt werden.

 

Nach einer kurzen Anleitung kann diese Arbeit auch von Laien durchgeführt werden. Die handarbeitliche, kleinflächige und leicht unregelmäßige Oberfläche gibt dem Haus einen individuellen Charakter.

 

Dämmschüttung

Hierzu wird die Außenseite des Fachwerks mit Nut und Feder-Brettern oder einer Stülpschalung verschalt und dabei die Schüttung eingefüllt. Füllstoffe sind Perlit, Blähton, Hackschnitzel und Sägespäne. Wer eine so gedämmte Fassade mit Putz gestalten will, nimmt als Verschalung Herklit-Platten. (Zementgebundene Holzfaserplatten.)

 

Perlit-Guss

Perlit wird mit etwas Zementpulver und Wasser erdfeucht angerührt und leicht in die verschalten Gefache eingestampft. Nach einem Tag wird die Verschahlung entfernt. Die hoch dämmende Masse ist zugleich ein hervoragender Putzträger.

 

Stampflehm

Vorhandener oder angemischter sandiger Lehm wird in eine Verschalung kräftig eingestampft. Dabei werden an der Außenseite kleine Steine mit eingestampft, die dann als Putzträger dienen.

 

In-Situ-Heraklit

Sägespäne werden mit etwas Zementpulver und Wasser erdfeucht angemischt und in eine Verschalung kräftig eingestampft. Die Masse ist zugleich Putzträger. Diese Mischung ist eindeutig die preiswerteste Ausfachung, wenn kein Stampflehm zur Verfügung steht. Der kostet nämlich gar nichts, wenn er auf dem Gelände vorkommt. Ansonsten sind Transport- und Lade-Arbeiten hinzuzurechnen.

 

Nach dem Ausfachen können die Wände farblich verziert oder auch mit Putz künstlerisch gestaltet werden. Alle diese Arbeiten sind nach kurzer Einführung auch von Laien durchführbar.

 

Strohballen-Häuser

Hierzu wird auf die Außenseite des Fachwerks eine Dielenbretter-Schicht mit der “schönen” Seite nach innen befestigt. Das Fachwerk bleibt innen offen und auch die Dielenbretter dahinter sind sichtbar. Außen werden Strohballen aufgestapelt, verdichtet und an der Wand befestigt. Darüber kommt ein Strohlehm-Putz, der sich besonders für geschwungene und künstlerisch gestaltete Oberflächen eignet. Wichtig ist eine sehr atmungsoffene Oberfläche, damit die Strohballen nicht das Schimmeln anfangen. Die Strohballen haben naturgemäß eine hohe Wanddicke und sind nicht platzsparend.

 

Erdhäuser

Dazu wird Erdmaterial aus einem Hang entnommen, die Häuser hineingebaut, und dann wieder teilweise zugeschüttet. Die. Häuser müssen die Erdlast aufnehmen und ggfs. auch den Hang vor dem Abrutschen sichern.

 

Möglich ist es auch, auf einem ebenen Gelände eine Mulde etwa ein Drittel Raumhöhe auszuheben, die Häuser hineinzubauen und das Dach sowie eine oder mehrere Seiten wieder zu bedecken. So entsteht ein künstlicher Hügel. Die Südseite hat dabei großzügige Fensterflächen und ein Rampe geht dort vom der normalen Erdniveau auf das Fußboden-Niveau herab. Wichtig ist eine Drainage um das ganze Haus, die das Oberflächenwasser vollständig abführen kann.
Wichtig ist bei allen Erdbauten eine Schutzfolie an allen erdbedeckten Flächen und darunter die Thermoreflex-Membran an der Außenseite.

Ein NaturRefugium Haus entsteht. 5. Teil: Außenwände Innenseite

 

Noch kann man nicht in unser Haus einziehen, denn es fehlen die Außenwände. Zuerst beginnen wir mit der Innen-Verkleidung der Außenwände.

 

Als erste Lage kommen von innen auf das Fachwerk eine Lage Holzwerkstoff. Das können preiswerte Schalbretter, OSB-Platten, Rauspund oder Dielen sein. Sie dienen als Träger für die Innendämmung und als verlorene Schalung für die Ausfachung des Fachwerks.

 

Wird die Ausfachung gemauert oder mit einer leichten Schüttung gefüllt, kann diese Schicht weggelassen werden. In unbeheizten Nebenräumen kann eine Dielenschicht schon die endgültige Lage sein. Wer nur einen Teil des Hauses fertigstellen will, kann es in den übrigen Räumen vorerst einmal so lassen.

 

Als 2. Lage kommt nun die ThermoReflex-Membran zwischen eine Konterlattung von nur je 2cm Dicke. Diese kann dicht oder diffussionsoffen gestaltet werden.Hier können auch gleich Elektrokabel verlegt werden.

 

Als 3. und letzte Lage folgt nun eine Schicht Nut- und Federbretter, oder Gipskartonplatten (Rigips). Wer die Wände mit Putz klassisch oder modellierend gestalten will, der verlegt Heraklit oder zementgebundene Holzfaserplatten als Putzträger.

 

Fenster und Türen

Sie werden in die vorgesehene Lücken im Fachwerk hineingestellt, senkrecht ausgerichtet und verschraubt. Der Spalt wird sauber mit Schafwolle ausgestopft und innen und außen mit Leisten abgedeckt. Bei Türen wird ein Hohlraum unter der Schwelle zur Durchführung von Leitungen benutzt.

 

Häuser mit viel Fensterfläche brauchen nicht überall zu öffnende Fenster Hier können einfach die Scheiben ins Fachwerk gestellt, abgedichtet und mit Rahmen verkleidet werden. Dabei werden auch gleich innen und außen die gewünschten Fenstersprossen angebracht werden. Diese können zu leichteren Reinigung einfach weggeklappt werden.
Mit diesem Schritt ist das Haus schon teilweise bezugsfertig oder wetttergeschützt, obwohl die Außenwände noch nicht fertiggestellt sind. Die Schutzfolie auf den Böden kann jetzt entfernt werden.

Ein NaturRefugium-Haus entsteht. 4. Teil: Die Wände, Pfosten und Pfetten

Die Wände,  Pfosten und Pfetten

Ein NaturRefugium-Haus wird als technisches Fachwerk errichtet. Es kann wie ein klassisches Fachwerkhaus aussehen,  muss aber nicht. Das Fachwerk kann offen sichtbar sein oder verkleidet werden. Ein technisches Fachwerk besteht theoretisch aus kurzen Balken und vielen Dreiecken. Die Kräfte werden durch die Form der Dreiecke aufgenommen und nicht durch die Materialstärke. Dadurch können schlanke, preiswerte Querschnitte verwendet werden.

 

Die Balken sind nicht ausgeklinkt und sind auch nicht durch Holznägel gesichert, wie beim klassischen Fachwerk. Sie werden stumpf aneinandergesetzt und mit Konstruktions-Schrauben so verbunden, dass sie sämtliche Zug-, Druck- und Scherkräfte aufnehmen können. Dadurch sind die Häuser erdbeben- und extremwetterfest.

 

Alle Holzteile werden entsprechend der vorherigen individuellen Planung maßgerecht zugeschnitten an die Baustelle geliefert.

 

Die Pfosten der Fachwerkaußenwände werden mit einer Lehre oder einer Abstützung auf den vorgesehenen Stellen der Bodenplatte aufgestellt und nach Anleitung diagonal mit den Bodensparren verschraubt. Dasselbe geschieht mit den mittleren Stützpfosten.

 

Auf die Pfosten werden die Pfetten (also die Lagerbalken) waagrecht aufgelegt, die das Dach oder das darüberliegende Stockwerk tragen. Auch sie werden fachgerecht mit den Pfosten verschraubt.

 

Nun werden die vorgeschnittenen Streben und Fachwerk-Unterteilungen eingesetzt und ebenfalls verschraubt. Danach können die Lehren oder Abstützungen für die Pfosten entfernt werden. Das erste Stockwerk steht nun endgültig und stabil.

 

Dass dabei ständig die Balken mit der Wasserwaage auf richtigen Winkel überprüft werden, versteht sich von selbst. Kleinere Abweichungen sind dabei meist unerheblich und können beim Einbau weiterer Bauelemente leicht ausgeglichen werden

 

Das Flachdach oder die Deckenplatte

Auf die Pfetten werden nun im rechten Winkel die Sparren in gleichmäßigen Abstand aufgelegt und verschraubt.

 

Für das Flachdach, oder wenn man Dämmung zum oberen Stockwerk wünscht, werden nun von unten Holzdielen gegen die Sparren verlegt und ggf ein Rieselschutz eingelegt. Darauf kann nun die Wärmedämmschüttung eingebracht werden. Die Holzdielen können gleichzeitig die sichtbare Zimmerdecke sein.

 

Für erhöhten Tritt-Schallschutz können auf einem Fehlboden preisgünstige Betonplatten o. ä. eingelegt werden.

 

Flachdach

Als Abschluss unter der Dachhaut wird nun die ThermoReflex-Membran wasserdicht verlegt. Auf den Sparren wird nun eine Schicht Rauhspund oder Schalbretter verlegt. Diese brauchen nur eine ebene Fläche haben, die nach oben zeigt.

 

Den Abschluss der Dachhaut bildet eine Kautschuk-Folie, die für 50 Jahre Witterungsschutz bietet und auch mit einem pflanzentragenden Erddach bedeckt werden kann.

 

Weiteres Stockwerk

Für ein weiteres Stockwerk ergibt sich der selbe Aufbau wie beim Erdgeschoss beschrieben.

 

Satteldach

Ein Satteldach für ein NaturRefugium Haus wird als Pfettendach konstruiert, d.h. zusätzlich zu den schrägen Sparren gibt es senkrechte Pfosten mit Lagerbalken darauf. Das erleichtert die statische Berechnung und evtl. spätere Umbauten. Auch können daher kürzere Balken verwendet werden, die mit max. 2 Personen bewegt werden können.

 

Auf den Sparren der darunterliegenden Stockwerksdecke werden die Ständer und die Pfosten, sowie die schrägen Dachsparren jeweils für eine Stockwerkshöhe verschraubt. Die Außenwände bekommen entsprechende Streben zwischen den Pfosten.

 

Nun wäre es Zeit fürs Richtfest.
Den Abschluss bildet z. B. ein klassischen Kaltdach mit Ziegeln oder Dachsteinen auf Latten oder bei Ausbau des DG ein Dach mit Dämm/Speicher-Schale über den Sparren. Aber auch ein begrüntes Satteldach ist bei flacheren Dachneigungen möglich.